Singersongwritercountryfolkpop

Mrs. Greenbird entzweit sich

Na, hat Euch die Headline erschreckt? Oder sind das noch die Halloween-Nachwehen? Na schön, keine Bange, Entwarnung und nur damit Ihr es wisst: Die VOX „X-Factor“-Winner Sarah Nücken und Steffen Brückner sind mit ihrem zweiten Album („Postcards“, ab 7. November via Columbia/Sony Music) aus Nashville (!) zurückgekehrt, das in unwiderstehlicher Weise das Allerbeste aus dem ohnehin schon reichlich erstaunlichen Duo herauszuholen weiß. An der „Westcoast“ wird sich schon beschämt die Frage gestellt, wann man zuletzt ein derart frisches und (fast schon zu) perfektes Album hinbekommen hat.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

(Mr.) & Mrs. Greenbird (Joby Harris)

(Mr.) & Mrs. Greenbird (Joby Harris)

Denn den (stereo-) typischen Westcoast-Songflair bekommen die Beiden hin, als ob sie ihn mit der Muttermilch, ach was, ab ovo mitgekriegt hätten (da müssten wir mal in die Genealogie gehen…). Dass sie den auch außerhalb Nashviller Studios hinbekommen, haben sie zudem auf einigen Pre-Listening-Sessions nachweislich unter Beweis gestellt. Mehr geht nicht. Echt jetzt.

Es gibt da nur ein klitzekleines Problem: Die Songs sind allesamt derart wohlgeraten, dass es schier unmöglich ist, besondere Highlights hervorzuheben. Vielleicht das mit imperativ beschwingtem versehenen Wechselgesang glänzende „Insomniac“? Es nutzt nichts, der sich anschließende Titeltrack nimmt den geneigten Hörer gleichermaßen für sich ein, auch wenn hier eine in sich ruhende Position eingenommen wird. Und präzise choreographierter Wechselgesang ist bei Mrs. Greenbird natürlich die Norm, keine Ausnahme.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!