Interview mit Martin „Fly“ Fliegenschmidt (Parka)

„Auf der Suche zuhause“

Parka sind spät dran. Der Bahnstreik wirkt sich natürlich auch auf den Autobahnverkehr aus. Köln ist sozusagen dicht. Doch das Konzert im Underground wird auch von einem Vorfall tags zuvor in Hamburg überschattet. Dort wurde der Bandbus geknackt, Equipment gestohlen. Also sieht sich Band gezwungen, das ein oder andere Tool spontan und leihweise zu organisieren. Ebenso spontan lassen die Fans einen Hut herumgehen, um den Verlust ein wenig zu kompensieren. Eine Geste, die Parka nicht ungerührt lässt. Und sich mit einem Konzert bedankt, dass keinerlei Erwartung enttäuscht haben dürfte. Trotz Verspätung, Improvisationsmaßnahmen und dem dadurch resultierenden Stress stellte sich Martin „Fly“ Fliegenschmidt vor dem Gig kurz zur Verfügung.

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Live im Underground: Parka (Stephan Wolf)

Live im Underground: Parka (Stephan Wolf)

amusio: „Ihr habt Euch mit dem aktuellen Album „Wir sind auch das was wir verlieren“ so ziemlich zwischen sämtliche Stühle gesetzt. War das Absicht?“

Martin „Fly“ Fliegenschmidt: „Durchaus, gewollt und gekonnt!“

amusio: „Einerseits habt Ihr u. a. schon mit Silbermond oder Die Happy getourt, das Album erscheint hingegen als zu vertrackt, zu eigensinnig und zu komplex, um Massenkompatibilität unbedingt für sich beanspruchen zu wollen.“

Martin „Fly“ Fliegenschmidt: „Das will es auch gar nicht! Das Album repräsentiert unseren aktuellen Standort. Wir sind einerseits von so Sachen wie Leftfield beeinflusst, bekennten uns zugleich aber auch zur Poppigkeit. Letztlich kommt es darauf an, wie man sich selbst zu diesen vermeintlichen Widersprüchlichkeiten verhält. Sich an Kategorien abzuarbeiten halte ich nicht für sonderlich spannend. Das Erschaffen von Musik sollte ihrer von ihrer späteren Verortbarkeit unbeeindruckt und unbeeinflusst bleiben.“

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