Eine kleine Anmerkung zum harten Kern der "Sons of Anarchy"

Kurt Sutter und Katay Sagal

In Season 2 Episode 4 von „The Writer’s Room“ saßen just Kurt Sutter und Katay Sagal gemeinsam auf einer Couch und standen Jim Rash, dem Gastgeber, Rede und Antwort. Innerhalb von 22 Minuten gab es einen oberflächlich-knackigen Einblick in die Schreib- und Entwicklungsprozesse der derzeit unverschämt erfolgreichen Lederjackensaga „Sons of Anarchy“. Das war nicht nur interessant, sondern verdammt interessant, denn:

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Looking for Intelligence, Shooting for Trouble… Sons-of-Anarchy-American-Flag-Poster-HD-Wallpaper_Vvallpaper; Quelle: FX Networks

Looking for Intelligence, Shooting for Trouble… Sons-of-Anarchy-American-Flag-Poster-HD-Wallpaper_Vvallpaper; Quelle: FX Networks

Kurt Sutter erzählt eine kleine private Geschichte, die mit ihrem essenziellen Grundgedanken in einem Bilderrahmen an seiner Wand hängt. Es geht darin um einen flappsigen Satz gegenüber Autoritäten, der auf Papier gebannt wurde und zu Stress geführt hatte. Wieso hab ich vergessen und ist auch egal.

Dieser Satz jedenfalls hängt jetzt in einem Bilderrahmen an Sutters Wand und soll ihn – so sagt er – daran erinnern, dass die Konsequenzen seiner Handlungen weitreichender sein können als ihm bewusst ist.

Neben Sutter auf der Couch sitzt derweil seine Angetraute, Katay Sagal. Sie spielt in SOA Gemma Teller. Gemma Teller nun tötet am Ende der sechsten Staffel Tara Knowles in einer recht brutalen Szene mit einer Küchengabel. Die Szene lässt der Host der Show, Jim Rash, kurz einblenden, damit darüber gesprochen werden kann.

Im „echten“ Leben  ist Gemma Teller als Katay Sagal mit Kurt Sutter verheiratet. Sie selbst sei zum Teil auch Inspiration für die Rolle in der Show. (Ihre leibliche Tochter wurde übrigens von einer Leihmutter ausgetragen. Das nur am Rande.) Wichtig ist folgendes Erlebnis der Schauspielerin wegen oben geschildeter Szene mit einigen Fans:

Da sind doch tatsächlich Leute mit Küchengabeln auf sie zumarschiert, damit die die Dinger signiert! Was sie auch getan hat, aber schon krass fand und so…

Also: Wenn Kurt Sutter sich daran erinnert, dass die Konsequenzer seiner Handlungen (also auch seines Scriptwritings) weitreichender sein können als ihm bewusst ist, denkt er dann manchmal darüber nach, dass es Menschen auf diesem Planeten gibt, die seinen bluttriefenden Rockerblödsinn konsumieren und kopieren? Ich meine, Sutters eigene Frau spielt sich darin quasi selbst (ist ne schlechte Schauspielerin, die Sagal) und signiert nach Drehschluss bei Gelegenheit Küchengabeln – also die Referenzobejekte ihrer äußerst brutalen Serientat! Gruselig, oder?

Alles nur Film?

Ja, ja. Passt bloß auf, Sutter und Sagal, denn das Karma schreibt noch bluttriefendere Geschichten als ihr sie je auf die Leinwand bringen könntet!

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!

Über Bowls Götzke

Bowls Götzke | Musiker, Schreiber, No-Budged-Filmemacher, Manager, Künstler, Motto: .sTyle ist nicht alles, aber ein Tyle davon.