Alben des Jahres 2014

Alvin Stardust R.I.P.P.

Nachvollziehbar, warum die meisten Platten im Herbst erscheinen. Sie wollen doch alle nur auf die Bestenlisten der „Journos“. Die wiederum traditionell schon im November veröffentlicht werden. Wer am Jahresanfang auf sich aufmerksam zu machen wusste, der gerät tendenziell ins Hintertreffen. So werden auch die TV-Agenden für 2014 gerade & soeben abgedreht. Blöd nur, wenn sich im Dezember Mutti Merkel noch schnell als Dauertranse outen, der islamische Staat ein Kalifat in Istanbul errichten oder Putin kapitulieren und den Eintritt in die NATO erklären sollte. Wehret den Vorhäuten und weihet die Vorhut: Hier kommen sie, die subjektiv-substanziell wertvollsten Klangscheiben des Jahres, von hinten nach vorn, laut und schmutzig und schön…

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Sia, "1000 Forms Of Fear" (RCA Sony Music)

Sia, „1000 Forms Of Fear“ (RCA Sony Music)

10) Sia – „1000 Forms Of Fear“ (RCA/Sony Music)
Sia Kate Isobelle Furier zeigt es ihren Klienten: So geht das, liebe Rihanna, Beyoncé, Christina, Leona, Katy, Kylie und Pink (somit auch: liebe Fischers Helene)! So muss das gehen, aber dafür habt Ihr weder Talent noch Traute! Peta-fulminate Produktion, großkalibrige Ausführung, gallige Texte als Magendreher und ein Songwriting, das aus Erfahrung spricht und die schmierigen Karten des Mainstreams gnadenlos zugleich ausspielt und reinwäscht. Die Quittung? Bleibt nur zivilrechtlich anfechtbar, aber glatt gerechnet zeigen Tracks wie „Chandelier“ (Liberace?!), „Eye Of The Needle“ oder das göttinnenliche „Fire Meet Gasoline“ nicht nur, wo der Pop-Hammer hängt. Sondern auch, wie er sich, aus eigener Schmiede mit allen Wassern gehärtet, des Zuschlagens ermächtigt. Sia rules, da mal keine Diskussion!

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