Ensemble Polífonico Vallenato

Kolumbianischer Underground

Das in von Köln aus über Berlin mittlerweile in Perpignan ansässige Label Staubgold präsentiert mit „Fiesta, Que Viva La“ einen hierzulande bis dato unveröffentlichten Einblick in den kolumbianischen Independent-Underground und dessen brachiale Versuche, sich der Allmacht schlaffer Popmusik zwischen Bogotá, Cali, Medellín und Barranquilla, zwischen Karibik und Amazonas, zu erwehren. Es spielen laut und ungehobelt auf: Das Ensemble Polífonico Vallenato, sowie das aus dieser Formation hervorgegangene Sexteto La Constelación De Colombia.

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"Fiesta, Que Viva La" (Staubgold)

„Fiesta, Que Viva La“ (Staubgold)

Mittlerweile gehören Bands wie Ondatrópica, Frente Cumbiero, Romperayo und insbesondere Meridian Brothers zum Vokabular internationaler Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit lateinamerikanischer Rhythmik, Jazz und Experiment. Ihre gemeinsame Keimzelle lässt sich bei dem zunächst spaßeshalber gegründeten Ensemble Polífonico Vallenato lokalisieren. Hier entwuchs aus dem studentischen Jux schnell eine räudige Attacke auf die allzu liebgewordenen Hörgewohnheiten der Landsleute, bei denen Konfektionsware deutlich höher im Kurs stand, als etwa eine Besinnung auf die eigenen musikalischen Traditionen.

Wut, Aufbegehren und enthemmte Musikalität bestimmten fortan das Klangbild des siebenköpfigen Ensembles, wobei sie stets den gängigen Klischees aufs Korn nahmen, mit denen das urbane Kolumbien durchaus zurechtzukommen schien (und wohl auch nach wie vor zufrieden zu sein scheint).

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