Interview mit Johannes Eckerström (Avatar)

„Avatar verstehe ich als ein Gesamtkunstwerk“

Sie gehören zu den Metalbands der Stunde: Avatar aus Göteborg. Ihr im Death Metal verwurzelter und betörend homogen aufgeschichteter Stilmix aus nahezu sämtlichen Subgenres (von Classic Metal bis Metalcore) gehört zusammen mit ihrer außergewöhnlichen Bühnenshow zu dem Aufregendsten, was die harte Zunft dieser Tage zu bieten hat. Schon zwei Stunden von Konzertbeginn harren die ersten (weiblichen) Fans im Vorhof des Kölner Undergrounds – und geben gleich ein paar Fragen mit auf den Weg ins Interview, das Frontmann Johannes Eckerström in einwandfreiem Deutsch zu geben weiß.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Rufer der Metalkunst: Johannes Eckerström / Avatar (Stephan Wolf)

Rufer der Metalkunst: Johannes Eckerström / Avatar (Stephan Wolf)

amusio : „Hi Johannes, Deine Fans wünschen Auskunft über Deinen Lieblingshorrorfilm…“

Johannes Eckerström: „Das ist doch eine schöne Frage, die ich ganz klar beantworten kann: The Shining! Das ist ein Film, der auf sämtlichen Ebenen richtig Angst macht. Ansonsten bin ich kein ausgesprochener Fan von Horrorfilmen, es gibt so viele schlechte davon. Ich bin mehr so der Drama-Typ…“

amusio: „Und wer ist Dein favorisierter Serial Killer?“

Johannes Eckerström: „Es könnte einen nachdenklich stimmen, mit welcher Leichtigkeit derlei Themen heutzutage kommuniziert werden. Aber egal, ich entscheide mich für Ed Gein. Mal abgesehen davon, was seine Untaten in der Fiktion so alles inspiriert haben, Typen wie Hannibal Lecter etwa, kann ich nicht verhehlen, dass mir insbesondere der Aspekt der Verwertung seiner Opfer, nun ja, imponiert. Ich bin Vegetarier und trage so wenig wie möglich Leder. Wenn also das Leder meiner Kleidung aus Menschenhaut bestehen würde, aus der ,Ed Gein Collection‘ sozusagen, würde mich das genauso viel oder wenig stören, wie ein Erzeugnis tierischen Ursprungs (lacht).“

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!