Interview mit Patrick Riley (Tennis)

„Sie schafft es, mich immer wieder zu beeindrucken.”

Adult Pop, nur noch erwachsener und noch poppiger. Den und noch so manch sympathische Eigenheit mehr bietet „Ritual In Repeat“ (ab 30. Januar via Communion/Island/Caroline), das neue und dritte Album des Ehepaars Alaina Moore und Patrick Riley aus Denver, Colorado, besser bekannt unter dem auf ewig klug gewählten Namen Tennis. Zwischen 70er-Jahre-Vintage-Sound, zeitlosem Schönwetter-Funk und ohrwurmigen Perlipop-Pailletten vermittelnd, liegen endlich elf reizend frische Songs vor, bei denen allerdings eine gewisse Vorsicht geboten ist. Denn die Texte aus Alaina Moores Feder haben es in sich, was ihr Gatte im Interview zu bestätigen weiß.

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Patrick Riley (tennis-music.com)

Patrick Riley (tennis-music.com)

amusio: „Ihr habt dieser Tage schon einige Gigs in den Staaten und in UK bestritten. War es das schon mir Euren Live-Aktivitäten im Zusammenhang mit eurem neuen Album?“

Patrick Riley: „Das hoffe ich nicht. Da das Album in den USA bereits im September erscheinen ist, lag es nahe, das neue Material dort auch gleich auf seine Live-Tauglichkeit hin zu erproben. Auch die paar Gastspiele in England dienten vornehmlich dem Warm-Up. Denn auf die große Tour soll es erst im Frühjahr gehen. Und die soll uns dann selbstverständlich auch nach Deutschland führen, da wir dort bisher immer erstaunlich gut aufgenommen wurden.“

amusio: „Hast Du dafür eine Erklärung?“

Patrick Riley: „Nein, nur vage Vermutungen. Ich dachte, Du könntest mir das erklären…“

amusio: „Da muss ich leider passen. Vielleicht besteht hier einfach ein erhöhter Bedarf an Eurer Präsenz, vielleicht füllt Ihr eine Lücke in der hiesigen Musiklandschaft. Verrate Du mir doch lieber mal, was es mit dem Titel Eurer neuen Scheibe auf sich hat. Um welches Ritual handelt es sich?“

Patrick Riley: „Um dasjenige, dem wir uns beim Schreiben des Albums unterwerfen mussten. Am Anfang kamen wir überhaupt nicht voran. Nach langen Wochen des zähen Ausprobierens und Verwerfens schlug Alaina vor, dass wir uns fortan disziplinieren sollten, um irgendwann doch noch zu brauchbaren Ergebnissen zu gelangen. Also haben wir unseren Tagesablauf ganz an der Arbeit am neuen Album ausgerichtet und hierzu eine ganze Reihe verbindlicher Rituale eingeführt, anhand derer wir uns strukturieren und innerlich orientieren konnten. Es gab keine Ausreden mehr, also konnte das Album endlich Form annehmen.“

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