E-Tropolis Festival 2015

Bässer geht’s nicht

15 höchstkarätige Bands auf zwei Bühnen, fünf Szene-DJs und die in baulicher Hinsicht optimierte Oberhausener Turbinenhalle laden am 28. März zu einem Dark-Elektro-Event der Superlative ein. Getreu dem Motto „Bässer, Härter, Lauter“ sind mal wieder die unüblichen Steigerungen zum Vorjahr zu erwarten. Im Prinzip und darüber hinaus stellt diese Sahneveranstaltung ein definitives Must zur Frühjahrsbegehung dar. Wer jetzt noch mit dem Erwerb der Billets zögert, dem wird voraussichtlich schon sehr bald nicht mehr zu helfen sein.

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Am bässesten: E-Tropolis Festival 2015

Am bässesten: E-Tropolis Festival 2015 (etropolis-festival.de)

Die Location (die nun einmal passt wie Faust auf Auge), die Stand- und Fressmeile und die etlichen weiteren Annehmlichkeiten einmal außen vor: Es sind die Bands, mit denen die verdienten Veranstalter auch in diesem Jahr wieder den Vogel von der Stange ballern: Crème de la Crime, groß aufgefahren und schlicht grandios kompiliert.

Eine Stunde nach Einlass machen die „Nordmänner“ von Centhron den Auftakt. Wer bereits das Vergnügen hatte, in die neue Scheibe „Biest“ reinzuhören, der wird frühestens nach diesem verschärften Opener zur zweiten Stage wechseln wollen, wo Phosgore mit ihrem kompromisslosen Rhythmuslärm die Startschüsse loslassen. Oder man bleibt vor Ort und gibt sich dem brachial wiedererstarkten Finster-EBM von Vomito Negro hin.

Und schon gerät die einzige Krux der Veranstaltung in den Fokus. Bis auf den absoluten Oberheadliner VNV Nation zum Grande Finale finden die Gigs leider parallel statt. Sicher würden sich viele Electroheads angesichts des Line-Ups ein zweitägiges Event ersehnt haben, so aber gilt es, eine persönliche Qual der Wahl zu treffen. Und die kann verdammt schmerzhaft ausfallen.

Massive Attack: E-Tropolis Festival 2015

Massive Attack: E-Tropolis Festival 2015 (etropolis-festival.de)

Ohne auch nur einen Act abqualifizieren zu wollen, seien das fiese Digital Hardcore Duo Ambassador 21 aus Weißrussland, die schneidigen Synth-Waver Torul aus Slowenien und die EBM-Überflieger des vergangenen Festivaljahres, Spetsnaz aus Örebrö, hervorgehoben. Denn Laibach oder Project Pitchfork benötigen derlei Betonungen kaum, da ein jeder in langen Jahren gelernt haben dürfte, dass sich derlei Spitzenkräfte der Szene immer lohnen. Hurra!

Tipp für Leute, die den Hals nicht vollbekommen: Den Nachtzug nach Dresden nehmen! Denn im dortigen Eventwerk findet tags drauf die kleinere Schwesterveranstaltung statt, das E-Werk Ost Festival. Natürlich wieder mit VNV Nation an vorderster Front.

Festival-Trailer:
youtube.com/watch?v=TeC6mQvyLgM#t=19

Tickets unter:
amphi-shop.de

etropolis-festival.de

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