Mit über 20 Veröffentlichungen binnen zweier Jahre hat das unkonventionell aufgestellte dänische Label Clang für ein zwar überschaubares aber umso substanzielleres Aufsehen gesorgt. Anhand der beiden aktuellsten Veröffentlichungen, „Hydra“ von Rasmus Fisker und „Americanino“ von Lars From Mars, stellt amusio anhand einiger signifikanter Eckdaten eine Anlaufstelle für Künstler vor, die in erster Linie die Überzeugung verbindet, dass sich der Musik alles Beiwerk zu fügen hat.

Lars From Mars, "Americanino" (Clang)
Lars From Mars, „Americanino“ (Clang)

Die ausführliche Eigendarstellung des Labels vermittelt mit klaren Worten, dass sowohl die rein musikalische als auch die klangliche Qualität gegenüber stylisch prophylaktischem Blendwerk die Überhand zu behalten hat. Weiterhin zeichnet sich die Labelpolitik durch die offensive Stimulation eines Dialogs zwischen Künstlern und Hörern aus, was andernorts gerne eher erschwert oder gar unmöglich gemacht wird. Bei Clang setzt man auf Nähe und Kommunikation, die hehre Distanz zu den Elfenbeintürmen überlässt man selbstbewusst dem Wettbewerb (so der kommerzielle Aspekt überhaupt zu Tragen kommt).

Laut Mission Statement  wird deutlich, woran es den Dänen um Managing Director Kaylee Wesley Pearson gelegen ist: Man ist gewillt, etwas Beständiges und zugleich Sinnenfrohes in unsere saturierte Welt tragen. In diesem Sinne gibt die Direktion zur Veröffentlichung neigenden Künstlern gleich noch sieben weitere Statements mit auf den Weg, wobei insbesondere das Folgende an die Wertschätzung der Rezipienten appelliert: „Dein Publikum besteht aus mindestens so intelligenten und leidenschaftlichen Liebhabern von Kunst, Musik und Sound wie Du einer bist“.

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