Ab Freitag rückt der Weltraum näher als je zuvor. Diese Erfahrung verdanken wir Richie Palace, der in seinem Studio zu Erkrath ein interplanetares, ach was, ein interstellar gültiges und Sonnensysteme füllendes Album namens „Weltraum“ (HoonMoon Records) erschaffen hat, das für den langen Weg ins Schwarze Loch zahlreiche schillernd bunte Haltestellen in Liedform bereithält, an denen man sich bei bester Unterhaltung gerne eine Auszeit von Gravitation und Lichtgeschwindigkeit nimmt. Oder auch das Gespräch mit dem „wohl einzigen deutschen Homeproducer“ sucht, „der sich und seine Kunst nicht ganz so ernst nimmt, wie sie rüber kommt“ (Selbsteinschätzung Richie Palace).

Richie Palace in inner Outer Space (hoonmoon.de)
Richie Palace in inner Outer Space (hoonmoon.de)

amusio: „Hi Richie, Dein Album schöpft Ideen und Sounds aus dem Vollen. Da stellt sich doch glatt die Eingangsfrage: Wie bist Du zur Musik gelangt?“

Richie Palace: „Durch meine Mutter. Sie hat mich von klein auf unter Androhung des zweckentfremdeten Einsatzes ihres Teppichklopfers zum Klavierüben animiert, bis ich so mit 16, 17 Jahren begonnen habe, eigene Songs zu schreiben. Dabei haben mich die Maxi-Singles der 80er, Independent Rock, Techno und House begleitet.“

amusio: „Und nach langen Jahren mühsam beglückten Schreibens lag Dir plötzlich Dein Album zu Füßen…“

Richie Palace: „Ach was, das lief alles viel zügiger. Ich habe die Songs einfach der Reihe nach fertiggestellt und als ich dann merkte, dass sie auf einer CD gut miteinander auskommen würden, habe ich das Album kurzerhand für fertig erklärt und in den Weltraum entlassen.“

amusio: „Hast Du Dich also mit Deiner an Unverschämtheit grenzenden Ausdruckvariabilität zwischen Dance, elektrifizierten Space Rock – ich sag nur Teufelstanz – und Mönchsgesängen verausgabt?“

Richie Palace: „Von wegen, ich habe noch jede Menge mehr in der Pipeline. Ich arbeite bereits an dem nächsten Album, aber zuerst ist das Remix-Album zu Weltraum an der Reihe. Vielleicht sollte ich es direkt auf den Markt schießen, dann bräuchte es nicht länger den Weg zum Weltraum-Nachfolger blockieren.“

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