Norman Youngs sagenhaftes Debüt

Im Blauen geblieben

Er zählt John Martyn, Jeff Buckley oder auch Phil Lynott zu seinen geschätzten Vorläufern, der Rolling Stone hat ihn bereits als „betörend“ und „eigenwillig“, sein Songwriting als „einzigartig“, „fein ziseliert“ und „innig“ beschrieben. Der inzwischen in Berlin ansässige Singer/Songwriter Norman Young bringt für sein Debütalbum Im Blauen bleiben (Timezone-Records, ab 23. Januar) also ausgezeichnete Referenzen mit. Und übertrifft dort mit leichter Hand und bodenständig entrückter Gebrauchslyrik selbst himmelhoch geschraubte Erwartungen.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Norman Young, "Im Blauen bleiben" (Timezone Records)

Norman Young, „Im Blauen bleiben“ (Timezone Records)

Manchmal zahlt sich das Warten auf den rechten Moment doch aus. In den Genuss dieser Erkenntnis dürfte dieser Tage Norman Young gelangen, denn sein Debütalbum wird ihn als einen erfahrenen Gitarristen ausweisen, der aus der Kraft seiner Expertise schöpfend, rundum Gelungenes zu Werke gebracht hat. Rundum gelungen in dem Sinne, dass Im Blauen bleiben ad hoc sämtliche Sinne in Beschlag nimmt und jeden Tag zu retten verspricht.

Indem Norman Young seine in ihm schlummernden Kräfte in einer beinahe selbstvergessen anmutenden Manier bündelt, stellt sich vom ersten Anschlag an eine verzaubernde Leichtigkeit ein, die mühelos jene Untiefen in gelassene Einsichten wandelt, die der Künstler bei seinem Vortrag streift, ohne in die Verlegenheit zu geraten, tumben Sentimentalitäten zu erliegen. „Ich fühle mich wie Bond in seinen besten Zeiten/und könnt noch ewig Strophe um Strophe schreiben/um den Refrain zu finden“. Wer braucht überhaupt einen Refrain?

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!