Gegründet vor über 20 Jahren und fünf Jahre später an der astronomisch hohen Qualität des Mega-Seller-Debüts Infest fast zerbrochen, erweisen sich die Kalifornier um Jacoby Shaddix als beständige Arbeiter in den Weinbergen des Alternative Metal. Am 26. Januar erscheint mit F.E.A.R. (Eleven Seven Music/Warner) der würdige Nachfolger zu The Connection: Ein locker, eingängig und offensiv gut gelaunt gestaltetes Album, mit dem auch die Fans der ersten Stunde gut leben können.

Ende der Glühweinsaison: Papa Roach (Pirate Smile)
Ende der Glühweinsaison: Papa Roach (Pirate Smile)

In Las Vegas unter der Aufsicht von Produzent Kevin Churko (Ozzy Osbourne, Five Finger Daeth Punch, Modern Science, In This Moment) entstanden, gelingt es der Band – getreu dem Titel/Motto F.E.A.R. (Face Everything And Rise) – ihren Sound auch inhaltlich mit reichlich Ermunterung zu Hoffnung und Zuversicht auszustatten. „Neben der Verzweiflung war die Hoffnung schon immer ein wichtiges Schlüsselelement unserer Musik. Es ist die Hoffnung, die auch unser neues Album zusammenhält”, betont Jacoby Shaddix, der als trockener Alkoholiker die Bewährungsprobe Vegas offenbar schadlos überstanden hat.

Exemplarisch ähnlich verhält es sich auch mit dem herausragenden Track des Albums, Gravity. Beginnt er doch mit einer schlechten Angewohnheit (dem generell verzichtbaren und auf F.E.A.R. glücklicherweise einzigen Rap-Einsatz), nur um sich im Refrain unversehens in hymnische Höhen aufzuschwingen. Deutlicher kann die Überwindung von Frustration und Wut kaum in den Rahmen eines denkbar einfach gestrickten Songs gepackt werden. Papa Roach widerstehen der Versuchung, zu viel auf einmal zu wollen und belassen es bei einem tighten Outfit, das ihnen ausgezeichnet steht.

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