The Marigold zum Lauthören

Kanaval aus Lava und Luzernen

Nach Divisonal (2004), Erotomania (2007), Tajga (2009) sowie der EP Let The Sun (2012) erscheint dieser Tage auf DeAmbula Records mit Kanaval endlich wieder ein Album der italienischen Rhythm`n`Noise-Shoegazer, die – wie üblich mit der Unterstützung von Arnaury Cambuzat (Ulan Bator) – eine köstlich heiße Zabaione aus My Bloody Valentine, Faust, Melvins, Codeine, frühen Sonic Youth und 23 Skidoo aufbrühen. Diesmal zwar etwas weniger ungestüm, dafür aber mit einem ausreichend langen Atem ausgestattet, der dem gegebenen Material in aller ihm gebührenden Würde gerecht wird und Entfaltungsmöglichkeiten in Hülle und Fülle schafft.

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The Marigold, "Kanaval" (DeAmbula Records)

The Marigold, „Kanaval“ (DeAmbula Records)

Marco Campitelli (alles außer Bass und Schlagzeug, für die Stefano Mirolucci respektive Giovanni Lanci verantwortlich zeichnen) findet sich im wörtlich zu nehmenden Sludge-Jungle ebenso zurecht wie in sämtlichen Aggregatszuständen zwischen Magmantra und Melancholia: die Rhythmik treibend (aber ausnahmsweise mal nicht im Sinne des Krautrocks!), die Stimmung gleich einem Tanz auf Vesuv und Ätna zugleich, die Produktion untypisch transparent und somit metonymisch gültig.

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