Mit nachvollziehbarer Freude und unter Verlautbarung einer tief empfundenen Ehre veröffentlicht heute die Helen Scarsdale Agency, San Francisco, ein Meisterwerk sowohl des polaren Impressionismus als auch des halluzinatorisch real wirksamen Ambient: Das zuvor nur in der eingedampften Version eines Kunstband-Tapes (If You Have Any Questions, Let Me Ask) erhältliche So Long des isländischen Großwesirs der absurden Künste, Sigtryggur Berg Sigmarsson.

Sigtryggur Berg Sigmarsson, "So Long" (helenscarsdale.com)
Sigtryggur Berg Sigmarsson, „So Long“ (helenscarsdale.com)

Das dreihebige Werk verbreitet in 28:14 (Eight Hour Delay), 24:29 (The Trip) und 14:11 Minuten (Late Night Arrival) die gute alte Aura der konzeptionell dekonstruktivistisch getünchten Hochzeit der Lautreduktion, ja Lärmverarmung, wie sie etwa ein Andrew M. McKenzie (The Hafler Trio) mit Hljóðmynd  oder seiner Who Sees Goes On-Reihe sowie zusammen mit Reptilicus (Designer Time) zu isländischen Zeiten so klangstabil zu entrücken verstand.
Ja, es war eine verhältnismäßig mild gestimmte Zeit, für deren Reanimation die höchste Eisenbahn (von Reykjavíkurborg bis Akureyri in gut 66 Minuten) nun bereit steht.

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