BC Camplight, die Dritte

Anleitung zum hyperboräischen Ableben

Am Freitag wird der aus Philadelphia stammende und in Manchester ansässige Singer/Songwriter und Multi-Instrumentalist BC (Brian Christinzio) Camplight sein Konto veröffentlichter Songs auf einen Schlag um neun weitere auf derer dann insgesamt 31 aufstocken. Schuld daran wird sein drittes Album How to Die In The North ([PIAS]Coop/Bella Union/Rough Trade) haben, das trotz des Titels erneut keinerlei Black Metal Spuren aufweist. Stattdessen ein bunter Reigen trügerisch harmlos gestrickter Songs, mit denen BC Camplight seinem Hang zu Spott, Ironie sowie zu in Lügen gekleidete Wahrheiten letztlich doch ziemlich freien Lauf lässt.

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Ratgeber: BC Camplight ([PIAS]Coop/Bella Union)

Ratgeber: BC Camplight ([PIAS]Coop/Bella Union)

Es würde überraschen, wenn How To Die In The North nicht wie schon die beiden Vorgänger Hide, Run Away (2005) und Blink For A Nihilist (2007) zu einem Kritikerliebling avancieren würde. Denn auch das Drittwerk überzeugt mit einem stets gern vernommenen Clash aus leicht angeschrägtem und mit zahlreichen Twists versehenem Liedgut, das mit Lyrics angefüllt ist, die gleichfalls um die Ecke gedacht wurden.

Zurückhaltender als zuvor agiert BC Camplight auf seinem zentralen Instrument, dem Klavier. Aber trotz allen Zierrats wie etwa die Mariachis bei Thieves In Antigua bleibt sein bevorzugtes Kompositionsvehikel doch stets als Strukturgeber spürbar. Seine Kompositionen würden ihre Wirkung sicher auch in entschlackter Form entfalten, doch den Gefallen tut uns er uns bis auf wenige Ausnahmen (Atom Bomb) nicht.

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