Wie schon anlässlich ihrer EP Never Have Enough dringend angeraten, haben sich die Brüder Edgars und Emīls Kaupers, Roberts Vanags und Aleksis Luriņš nicht lange bitten lassen und legen am 13. Februar mit dem Album No Clouds Allowed (popup-records/Cargo) ordentlich nach. Das erfreut die Gemüter und dürfte im März für einen gleichermaßen statthaften Sessions-Nachschlag sorgen, wenn die Letten im deutschsprachigen Raum ihre ansteckend gute Laune verbreiten.

Carnival Youth, "No Clouds Allowed" (popup-records)
Carnival Youth, „No Clouds Allowed“ (popup-records)

Hoch talentiert, unbeschwert und unverbraucht – so präsentieren sich Carnival Youth auch über die Laufzeit des sich inzwischen wieder am Vinyl orientierenden CD-Formats. 36 lebensfrohe Minuten verteilen sie auf 11 Songs, die allesamt auf Anhieb zu gefallen wissen. Da gibt es weder Haken noch Ösen, verschlungene Pfade werden gemieden wie ein Rosenmontagszug am Aschermittwoch, die Lust am Mitsingen konsequent geschürt.

Spurenelemente (lettischer) Folklore sind bei der ganzen Angelegenheit indes kaum noch nachweisbar, aber darauf legen es Carnival Youth auch überhaupt nicht an. Jedoch könnte ihnen eine gewisse Formelhaftigkeit zum Vorwurf gemacht werden, aber 1) hat eine solche AC/DC auch nie geschadet und 2) würden sie jegliche Einwände sicher wegzulächeln wissen. Um anschließend zu ihren Instrumenten zu greifen, mal eben Tatkraft der Nörgelei entgegenstellen.

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