Hoch die Tassen und Hoppa! Mit dem neuen Album Bonaparty (ab Freitag via RCA Deutschland/Sony Music) im Anschlag begeben sich die vier wodkastimmungsseligen Donkosaken des Voralpenlands auf große Deutschland-Tour. Nachdem sie im vergangenen Jahr an der Seite der finnischen Geistesverwandten Jaako Laitinen & Väärä Raha halb Russland in Schunkel- und Rumpelekstase versetzt haben, dürfte das nun anstehende Heimspiel zur triumphalen Bonaparty werden. Mundart bleibt bei Django 3000 kein Hindernis, um die tanzwütige Meute auch außerhalb des Freistaats zu befrieden. Sakra, sog i.

Django 3000, "Bonaparty" (RCA Deutschland/Sony Music)
Django 3000, „Bonaparty“ (RCA Deutschland/Sony Music)

Zumal das neue Album jegliche Erwartungen erfüllt, die man bei voller Zurechnungsfähigkeit an Florian Starflinger (Stehgeiger des Wahnsinns), Kamil Müller (Gesang & Gitarre), Michael Fenzl (Kontrabass) und Jan-Philipp Wiesmann (Schlagwerk) stellen kann. So rasend wild das Tempo und so wirkungsbeschleunigt im Effekt, bleiben beim genaueren Zuhören die feinen Arrangements, an denen sich der Hörer erbauen mag, so er imstande dazu ist, sein Tanzbein im Zaume zu halten.

„So weit umananda san o ned vui genga“, stellt die unbändige Saubande kurzum fest, um sich nicht länger mit dem Zuzeln des Brät aufzuhalten. Gilt es doch, die Kehlen auf Dauerdurst zu stellen. Mit Songs wie Hoast as scho gheat? oder Letzte Nocht in petto, die zwischendurch mal den Pferdefuß vom Gas nehmen, bleibt sogar die Restchance gewahrt, sich nicht gleich in die (Leder-)Hose zu bieseln. Eine (schweiss-) treibende Angelegenheit wird die Tour aber so oder so.

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