Minimal Pop an Gitarre

Show us Pink, Huw

Der in Kalifornien gestrandete Waliser Huw Gwynfryn Evans veröffentlichte soeben als H Hawkline nach A Cup Of Salt und The Strange Uses Of Ox Gall sein drittes Album: In The Pink Of Condition (Heavenly / [PIAS] Cooperative/Rough Trade). Produziert von der Landsmännin Cate le Bon (obschon diese auf ihrer letzten Single noch I Can’t Help You erklärte) und aufgenommen in den Seahorse Sound Studios (von Devendra Banhart über Adam Green bis Paris Hilton), 1334 South Grand Avenue, Los Angeles, schert sich der annähernd Dreißigjährige dabei kaum um die Erlangung eines Reifezeugnisses.

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Huw Gwynfryn Evans ist H Hawkline (Cara Robbins)

Huw Gwynfryn Evans ist H Hawkline (Cara Robbins)

Unbeirrt von modischen Erwägungen oder dem unbedingten Willen zur formalen Ordnung zieht der Schlacks aus Prestatyn mit seinem selbsternannten „strange pop“ seine gerne auch mal deutlich eiernden Runden. Ab und an lässt er dabei artfremde Zutaten zu (wie etwa von den frühen Pink Floyd bekannte Chöre wie bei Dirty Dreams), doch damit hat es sich auch schon. Sein Pink-Verständnis zielt vielmehr auf die Konzentration des für ihn Naheliegenden: metallisch zerrende Retro-Vibes, scheinbar desorientiertes Säuseln, eintöniges Schlagwerk, aber immer eine schlagkräftige Melodieführung in der Hinterhand.

So gefällt er sich, so will er uns gefallen. Mit seinem selbstversicherten Sinn für die in lässiger Monotonie enthaltenen Glam-Noten, ohne das belebende Element von songdienlichen Wagnissen. Entfernt huschen Geister (wie die der Super Furry Animals) durch die knochentrockene Reduktion, die höchstens mal in Form einer versöhnlichen Kopfnote (In Love V2) menschelt.

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