Indie-Rock Finessen von Caroline

Twin Peaks & Trust Fund

Am Freitag gerät der Puls der Zeit in Wallung: Mit Wild Onion (Communion/Caroline/Universal) von den Jungtwens Twin Peaks aus Chicago sowie No One’s Coming For Us (Turnstile/Caroline/Universal) von Trust Fund aus, mal wieder, Bristol. Beide Scheiben ergeben ein prächtiges Package: Während die überhaupt nichts mit David Lynch am Hut habenden Rabauken frisch und frei auf die Pedals eintreten, empfiehlt sich der Treuhandfonds als willkommenen Entspannungsoase danach.

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Twin Peaks: "Wild Onion" (Communion/Caroline/Universal)

Twin Peaks: „Wild Onion“ (Communion/Caroline/Universal)

Seit (noch gar nicht sooooo lange zurückliegenden) Grundschulzeiten verfolgen Cadien Lake James, Clay Frankel, Jack Dolan und Connor Brodnan das gemeinsame Ziel, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Sinne geteilter Interessen zu verfolgen, zu erlangen – und zu Gehör zu bringen. Ob nun die Plattensammlungen der Elternschaft für den von Twin Peaks erwählten Sound Pate standen oder nicht: Fest steht, dass sie mit dem Nachfolger ihres vielleicht etwas allzu hektisch eingespielten Debüts Sunken jeglicher Naivität die Tür gewiesen haben.

Sechzehn Kracher knallen auf Wild Onion mal ungestüm, mal gelinde verpeilt auf die Fontanelle. Doch ganz gleich, wo genau sie aufschlagen (die Geschichte des Garage-Rock lässt eine Vielzahl von Rückschlüssen zu): Es kümmert die Wildzwiebel kaum, wem exakt sie nun denn ihre Aromen zu verdanken hat. Hook auf Refrain und Refrain auf Hook im Halbminutentakt, da bleibt nur zu hoffen, dass sich die Band nicht zu schnell an der eigenen Trefferquote verschluckt.

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