Lyambiko, "Muse" (Sony Music)
Lyambiko, „Muse“ (Sony Music)

amusio: „Die große Bandbreite würde ich gerne anhand einiger Beispiele erläutern. Da wäre zunächst der wunderbare Opener und Titelsong, der von Fumi Udo komponiert wurde. Ich muss gestehen, dass mir dieser Name nur aus dem Bereich des Minimal Electro ein Begriff ist…“

Lyambiko: „Ja, das kann schon sein. Fumi Udo ist tatsächlich in solchen Genres aktiv, nicht nur als Frau von Heinrich Köbberling ist sie aber auch dem Jazz und mir persönlich sehr verbunden. Den Titel Muse hat sie bereits vor fünf Jahren geschrieben und mir damals schon angeboten. Ich wollte ihn auch schon auf meinem Album Something Like Reality haben, doch da hat er einfach nicht gepasst. Ich wollte ihn aber unbedingt einmal einspielen und nun war es endlich soweit: Der Titel feiert auf Muse neben einigen anderen Stücken Premiere.“

amusio: „Im Gegensatz zu Fumi Udo brauchte ich bei Stevie Nicks, von der Du Landslide interpretiert hast, nicht lange zu recherchieren. Aber der Song ragt doch als Popballade am deutlichsten aus dem Korpus des Albums heraus, oder?“

Lyambiko: „Tja, das war tatsächlich auch eine Idee von Fumi Udo gewesen. Ich muss gestehen, dass ich den Song zuvor gar nicht kannte. Sie hat ihn mir dann einmal unaufgefordert vorgeschlagen. Und ich fand ihn auf Anhieb so toll, dass er sofort in die engere Auswahl aufgenommen wurde.“

amusio: „Und wie haben das Jill Scott und Erykah Badu geschafft, die ja beide unter dem Label des Neo-Soul firmieren? War diese Zuordnung für Dich von Bedeutung oder stand nur der jeweilige Song im Mittelpunkt?“

Lyambiko: „Als von Erykah Badu das Album Baduizm herauskam, da fand ich es einfach nur grandios. Also spukte seitdem die Idee, mal ein Stück von ihr zu bearbeiten, in meinem Hinterkopf herum. Bei Jill Scott kam die Idee von Heinrich Köbberling. Wir haben ja gemeinsam und jeder für sich nach Stücken gesucht, die thematisch zu Muse passen könnten. Und Jill Scott kannte ich zuvor nur dem Namen nach. Aber auch sie fand ich ganz großartig, habe mit ihr sozusagen eine für mich ganz neue Musik entdeckt. Ich habe die Herausforderung angenommen, On & On eigenständig zu interpretieren, ohne mich zu sehr vom Original zu entfernen. Klassesongs auf Biegen und Brechen modifizieren zu wollen, tut ihnen oftmals gar nicht so gut…“

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