Mister And Mississippi auf Tour

Traumhaft statt nur verträumt

Als Mister And Mississippi im vergangenen Jahr ihr Debütalbum live präsentierten und die Spielstätten dabei in einen traumhaften Schwebezustand versetzten, gelang es, der Band das Versprechen abzuringen, ihr kommendes Album dahingehend auszurichten, der entrückten Magie ihrer Auftritte gerecht zu werden, ihr dabei doch bitteschön noch mehr Tiefe und Weite zu verleihen. Mister And Mississippi haben mit We Only Part To Meet Again (V2 Records/H’ART) Wort gehalten.

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Mister And Mississippi: "We Only Part To Meet Again" (V2 Records/H'ART)

Mister And Mississippi: „We Only Part To Meet Again“ (V2 Records/H’ART)

War der Erstling noch stellenweise etwas zu verzagt geraten, überwogen dort noch allzu gängige Folkpop-Floskeln und lugte das wahre Potenzial der jungen Niederländer nur sporadisch durch das insgesamt ansprechende Repertoire, so brilliert We Only Part To Meet Again mit einer organisch konzentrierten Fülle an schwebend flirrenden Gitarrensounds samt stimmungs- und salbungsvoll eingebrachten Ornamenten obenauf.

Somit umspannen Mister And Mississippi nun einen Bezugsrahmen, der von Dream-Pop über Postrock (die Finnen Delay Trees als Referenz), Gitarren-Wave und Shoegaze bis hin zu ambienter Melancholia im Stile von Hammock reicht. Dass der Folk-Anteil gegen Null geht, kann angesichts der nach wie vor im Mittelpunkt stehenden Songs, griffig und unfassbar zugleich, nur ausdrücklich begrüßt werden.

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