Weeping Rat gut geteert

Top Goth Down Under

Diese Ratte heult nicht, sie suppt aus: Am 24. Februar erscheint via Handmade Birds in Zweitauflage das Düsterkonvulut Tar der aus Melbourne stammenden Formation Weeping Rat. Was der finstere Dreier (bei Gelegenheit auch Vierer) zusammenzubrauen weiß, überzieht selbst die besten Zutaten mit einer rosarostigen Patina aus Korrosion, Verwesung und jeder Menge Twists, die nicht davor zurückschrecken, sich bei Cold Wave und Industrial zu bedienen.

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Alive & Weeping: Weeping Rat (facebook.com/Weepingrat)

Alive & Weeping: Weeping Rat (facebook.com/Weepingrat)

Wer Weeping Rat als vorgestrige Batcave-Überbleibsel abstempelt, wird den Stempel nach Genuss von Tar in seiner Unnerbutze finden. Wohliges Nebelgeschwoofe in sattsam ausgeweideter Szenegefügigkeit nimmt die Band nur zum äußeren Anlass, um ihr Material mit sinsisteren Ideen auszustatten, die jedem Bleichgesicht das Maul offen stehen lassen dürfte.

Harmlos beginnen sie, die um fünf Einheiten aufgestockten Tracks von Tar. Doch diese Anfänge dauern bei Weeping Rat im Schnitt so an die drei Sekunden, dann holen die Herren das Bastardkörbchen hervor – und machen ernst. So kann einem etwa bei dem gallig eleganten Coil schon angst und bange werden. Und dies weniger um das eigene Seelenheil als um das der Genrekonkurrenz.

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