Weeping Rat gut geteert

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Weeping Rat: "Tar" (Handmade Birds)

Weeping Rat: „Tar“ (Handmade Birds)

Denn die hängen Weeping Rat über die volle Albumdistanz locker ab, da sie es verstehen, zwar so wie anno 81/84 zu klingen (Trisomie 21 jammen mit Red Lorry Yellow Lorry) dabei aber jede Menge von dem transportieren, was sich zwischenzeitlich in den Soundderivaten der schwarzen Szene so angesammelt hat. Es ist ein nahezu septisches Vergnügen, die zahlreichen Verweise (Sisters…) und Einflüsse (Godflesh…) voneinander isolieren zu wollen, will es doch kaum gelingen.

Warum nicht? Weil sich Weeping Rat als Meister des Überlagerns erweisen und das Einförmige scheuen wie Schadnager stillgelegte Kanalisationen. Was von Bandgründer Jacob Rolfe 2012 angeblich als klassisches Death Rock Parfait an den Start gegangen war, hat sich bereits auf Tar zu einer das Genre transzendierenden Metaform entwickelt, die – der Vergangenheit verpflichtet und doch abhold – völlig unerschrocken und zuversichtlich schicksalsergeben ins kontaminierte Nachtlicht starrt.

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