Die Qualität von Fire Music (Bad Taste Records/Soulfood), dem soeben zu Markte getragenen Album Numero Sechs der kanadischen Kraftmeierei, lässt sich auch anhand des Stoßseufzers eines Rezensenten illustrieren. Was soll er bloß zum Besten geben, ohne das Selbstverständliche sklavisch zu bedienen? Wie möglichst originell verbalisieren, was da in gewohnter Manier ballert? Man müsste schon ein außerordentlich gewiefter Analytiker der Nuancierung (oder der Funktionsweise von Feuerlöschern) sein, um die offensive Stagnation von Fire Music als gestrig abzuhaken oder als wegweisend zu glorifizieren. Doch die Lösung liegt nahe, drängt sich förmlich auf. Man macht es wie Danko Jones. Und schreibt unbeirrt einfach drauflos.

Schlendernde Brandbeschleuniger: Danko Jones (Dustin Rabin)
Schlendernde Brandbeschleuniger: Danko Jones (Dustin Rabin)

Mit Ex-Flash Lightning Rich Knox, dem turnusmäßig neuen Gesicht am Salvenkatapult, erfüllen John Calabrese und Danko „Himself“ Jones ihr Soll und schließen mit einem fetten Plus auf der Habenseite ab. Zunächst mit dem rabiaten Gestus des „I do not forget / I do not forgive” (Body Bags) gesegnet, übernimmt im Laufe der unduldsamen Angelegenheit dann doch der (typische und bis dahin von erklärten DJ-Fans vielleicht etwas vermisste) Hang zur Boogie-Party das Ruder, was sogar zu einer eingängig schmeichelnden Drohung führt: I Will Break Your Heart. Wer will, darf schunkeln.

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