The Wave Pictures zu Gast bei Billy Childish

An kindlichem Geiste gereift

Kaum ein Jahr ist seit dem Doppelalbum City Forgiveness vergangen, schon legen Dave Tattersall, Franic Rozycki und Jonny Helm alias The Wave Pictures morgen mit Great Big Flamingo Burning Moon (Moshi Moshi / [PIAS] Cooperative) gehörig nach. Zu hören ist auf den 13 neuen Songs vor allem der Einfluss des kunstbeflissenen Tausendsassas Billy Childish, in dessen unmittelbarer Nähe die mitteilsamen Sunnyboys des gepflegten Weirdo-Folkrockpops ihrer ungebrochenen Sturm und Drang-Phase freien Auslauf gewährten.

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The Wave Pictures: "Great Big Flamingo Burning Moon" (Moshi Moshi / [PIAS] Cooperative)

The Wave Pictures: „Great Big Flamingo Burning Moon“ (Moshi Moshi / [PIAS] Cooperative)

Als sie ihrem erklärten Helden Billy Childish unter die Augen traten, drohten The Wave Pictures nur für einen kurzen Moment vor Ehrfurcht zu erstarren. Kaum war dieser ins Reich der Vergangenheit übergelaufen, begaben sie sich auch schon fleißig an die sachgerechte Bearbeitung des Vintage-Instrumentariums ihres (auch ideologischen) Idols.

So sind auf Great Big Flamingo Burning Moon in der Tat ausschließlich jene Werkzeuge sechziger Baujahr zu vernehmen (wie zum Beispiel Selmer Amps), derer sich der bestbeschnauzte Allroundkünstler Childish bereits zu seiner Zeit als Thee Milkshakes oder Thee Mighty Caesars wohl bedient haben dürfte.

Der so entstandene Vintage-Flair steht dem sechsten Studioalbum der charmanten Jammer sprudelnder Ideen im Überfluss recht hübsch, im hastigen Direktvergleich vielleicht sogar noch besser als das Americana-Outfit des Vorgängers. Und ab dafür mit dem Köpfchen, aufs knarzig weiche Fake Fox Fur Pillowcase (wer auch immer sowas zu beherbergen vermag … Billy Childish vielleicht).

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