Interview & Live-Review

Press Enter Shikari

Durchdacht, nicht durchschaut: Enter Shikari (Stephan Wolf)

Durchdacht, nicht durchschaut: Enter Shikari (Stephan Wolf)

Und so konterkarieren sie ihre (oft sehr bezugsreichen) Texte mit hektisch herausfordernden Stilcollagen und einer entsprechenden überbordenden Lightshow, die als beatkonform orchestriertes Silvesterfeuerwerk eingesetzt wird. „Es stimmt, die Lightshow übernimmt keine inhaltlich erläuternde Funktion. Sie dient allein der Verstärkung einer Intensität, bei der wir bis an die Grenzen stoßen wollen. Sie ist ein wesentliches Beiwerk, darum haben wir hier auch ordentlich investiert.“ Beiwerk als Blendwerk? Widersprechen sich Enter Shikari mit ihrer Effekthascherei am Ende selbst? „Wir sind vor allem sehr glücklich mit der Situation, dass wir als Band auch nach dem vierten Album einen gemeinsamen Weg gehen. Das ist ein Privileg, das wir zu schätzen wissen und in Ehren halten. Stagnation und Wiederholung sind uns zuwider. Also genießen wir nicht nur die besten Voraussetzungen, wir machen auch etwas daraus. Etwas mehr als nur Musik.“ Entgegen ihrer Plädoyers für freie Sicht ist das Ausmaß von diesem „Mehr“ kaum absehbar. Es lebe die Widersprüchlichkeit.

entershikari.com
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