Cat’s Eyes’ gespenstisch gelungener Score

The Duke Of Burgundy

Cat’s Eyes, die Sopranistin Rachel Zeffira und The-Horrors-Frontmann Faris Badwan, bekamen den Zuschlag für die musikalische Untermalung des neuen Films von Peter Strickland, The Duke Of Burgundy (RAF/Caroline/Universal). So wie dieser sich auf eine intime Welt aus Abhängigkeit, Macht und Sexualität einlässt, verstehen sich Cat’s Eye auf einen Score, der unabhängig von den Filmbildern seine eigenen Qualitäten ausspielt: Mit kammermusikalischer Konzentration, gespenstisch anmutender Doppelbödigkeit und einem über Nacht entstandenen Ersatz für Mozarts Requiem.

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Cat's Eyes, "The Duke Of Burgundy" O.S.T. (RAF/Caroline/Universal)

Cat’s Eyes, „The Duke Of Burgundy“ O.S.T. (RAF/Caroline/Universal)

Wer den Vorgänger zu The Duke Of Burgundy kennt, der weiß welch Stellenwert die Musik und das Nicht-Sichtbare in den Filmen von Peter Strickland einnimmt. So fand Berberian Sound Studio als Giallo-Hommage den zentralen Aufhänger seiner Story in der Erzeugung des Tons zum Film im Film. Wer Cat’s Eyes selbstbetiteltes Debütalbum sowie den Nachfolger Nomade kennt, der weiß auch um die traumhafte Schwelgerei im Halbdunkel, die das Duo auf abwegigen Pfaden zu entfachen versteht.

So hält sich die Überraschung in Grenzen, denn dass Cat’s Eyes Musik als ein Handwerk der Inspiration ausüben wird nicht erst mit der vorliegenden Auftragsarbeit evident. So klingt The Duke Of Burgundy nach Spätnachmittag und schwelendem Konflikt, ferner nach Federico Fellini (Nino Rota) oder dem frühen Danny Elfman (Coat Of Arms).

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