Morgen erscheint mit The Forgettable Truth (Forward Music Group/Broken Silence) bereits das vierte Soloalbum des Ex-Snailhouse Masterminds Michael Feuerstack. Man könnte es jedoch auch als das insgesamt zwölftes Full Length-Werk des Kanadiers bezeichnen, war doch auch schon Snailhouse in erster Linie sein Ding, das er je nach Bedarf mit Freunden und Wahlverwandten anfüllte. Doch ganz gleich, in welcher Darreichungsform Michael Feuerstack seine Liedkunst in die Welt sendet, er weiß sehr genau, wie Haken und Ösen geschmeidig zu verarbeiten sind.

Michael Feuerstack: "The Forgettable Truth" (Forward Music Group/Broken Silence)
Michael Feuerstack: „The Forgettable Truth“ (Forward Music Group/Broken Silence)

The Forgettable Truth macht dabei keine Ausnahme. Dabei steht das Album zunächst einmal im Schatten von Tambourine Death Bed, das aufgrund seiner entschlossenen Stringenz als das bis heute Beste aus dem Hause Feuerstack gilt. Doch tritt The Forgettable Truth ebenso entschlossen aus dem Schatten heraus. Mit Receiver, I Wanted More und Lamplight landet Michael Feuerstack gleich zu Beginn einen schmissigen Hattrick, bevor er anschließend die Zügel etwas schleifen lässt.

Das sonnendurchflutete Feeling auf The Forgettable Truth ist dabei keineswegs so merkwürdig angelegt, wie das Cover suggerieren mag. Michael Feuerstack nähert sich hier den Wooden Stars (Mother Tongue), dort dem Bell Orchestre (Blue Light) an, und unterfüttert das Ganze mit einem sehr entspannt anmutenden Psych-Einschlag, der sporadisch an die Go-Betweens und, noch angenehmer, an The Church erinnert.

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