Labfield & Huntsville Pond

Neues von der Eule

Das (überwiegend) auf (norwegische) Improvisationsmusik spezialisierte Label Hubro (dt. Eule) mit Sitz in Oslo gewinnt von Veröffentlichung zu Veröffentlichung an Profil, Geltung und Repertoirewert. Konnte zuletzt noch Vagabonde Blu von Frode Haltli für gesteigerte Aufmerksamkeit sorgen, schicken sich Anfang März gleich zwei neue Tonträger an, den exzellenten Ruf des Labels weiter zu verfestigen.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

LabField: "Bucket Of Songs" (Hubro)

LabField: „Bucket Of Songs“ (Hubro)

Sich ehemals schleichend entfaltende Drones für das Feld freier Improvisation zu öffnen, scheint das Ziel des schwedisch-norwegischen Duos LabField auf ihrem Album Bucket Of Songs gewesen zu sein. Klar, dass dies im Ergebnis zu reichlich texturierten und umso spektakuläreren Erkundungsfahrten im Unabwägbaren führt. Unterstützt von der phasenweise fernöstlich anmutenden Stimme Mariam Wallentins (Mariam The Believer) sowie dem Gitarristen Giuseppe Ielasi (der u.a. bereits an der Seite von Oren Ambarchi in Erscheinung getreten ist) laden David Stackenäs und Ingar Zach zu einer federleichten Freiflugveranstaltung ein, die den ohnehin an Richtungswechselmanövern reichen Sound von LabField um unzählige Finten, Fährten und Umwege bereichert.

Was mit Ragged Line Reversed und Page 55 noch als eine überschaubare Einführung fungiert, übertrifft sich vor allem bei Tracks wie Temporary Reasons, Straight A’s In Constant Sorrow und Last Passacaglia hinsichtlich Dichte, Multivalenz und Spannungsökononie um jene Längen, die reduziertere Vorgehensweisen – selbst bei einer Aufführungsdauer, die die Laufzeit von Bucket Of Songs überschreiten – selten auszuhalten verstehen. Der insgesamt tendenziell muntere Anstrich, der sogar „ethnisch“ rhythmisierte Elemente harmonisch zu integrieren weiß, steht diesem sich ausgesprochen vital gerierenden Album ausgezeichnet.

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