Die Moulettes können nicht nur auf zwei Alben sondern auch auf langjährigen Erfahrungen als Bühnen- und Sessionmusiker (u.a. für Nick Cave, Mick Jagger oder David Gilmour) zurückblicken. Auf ihrem am Freitag erscheinenden Drittwerk Constellations (Navigator Records/H’ART) packen die sechs Seebadmusiker so ziemlich alles von dem zusammen, was in ihrem schier unendlichen Sound- und Stilkosmos nicht schnell genug auf den Bäumen war.

Moulettes, "Constellations" (Navigator Records/H'ART)
Moulettes, „Constellations“ (Navigator Records/H’ART)

Doch statt mit kreativem Chaos beeindrucken die Moulettes mit einer aufgeräumten Überschaubarkeit der davon unbeeinträchtigt gebliebenen Vielfalt. Kunstvoll arrangiert und glasklar produziert zugleich. Und das soll dann Folkrock sein?!

Gewiss nicht nur das. „Man kann bei uns Shostakovich, Miles Davies, Pentangle, Pink Floyd, Björk oder Skrillex heraushören“, behauptet Songwriterin, Cellistin und Sängerin Hannah Miller. In gleichem Maße aber auch Abba, die späten Beatles oder Apokalyptica, möchte man ihr entgegenhalten. Letztgenannte insbesondere bei dem aufbrausenden Lady Vengeance,das mit Emma Richardson (Band Of Skulls) und keinem Geringerem als Arthur „Fire“ Brown gleich zwei überaus markante Gäste aufweist.

Als ob die Moulettes nicht schon auf sich allein gestellt ein hyperaktives Füllhorn an Ideen zum Bersten bringen könnten, setzt sich die Gästeliste auf Constellations weiterhin mit so illustren Namen wie dem des Star-Bassisten (David Bowie, Lou Reed, Elton John) Herbie Flowers (Lord Of The Midnight Song) oder dem des Mystery Jets-Sängers Blaine Harrison (Between 2 Mirrors) fort.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert