Nach der Ole Miss-University und William Faulkner darf sich Oxford/Mississippi nun rühmen, die zurzeit griffigste Powerpop-Band der Hemisphäre hervorgebracht zu haben: Young Buffalo. Am Freitag legen sie mit ihrem dritten Album House (Votiv/Caroline/Universal) ein Freudenfest der guten Laune hin, das vor zupackenden Melodien und fein gesetzten Doppelgesängen nur so strotzt. Der Geheimtipp-Status dürfte somit als erledigt gelten, was Sprachrohr Jim Barrett nicht davon abhält, in einem heimischen Plattenladen zu arbeiten, auch wenn er sich dort verstärkt für Interviews ins Lager zurückziehen muss.

Caught In The Act: Jim Barrett (youtube.com)
Caught In The Act: Jim Barrett (youtube.com)

amusio: „Hi Jim, Ihr lebt in der beschaulichen Universitätsstadt Oxford. Hat sich das dortige Klima auf Eure musikalischen Vorlieben und Aktivitäten ausgewirkt?“

Jim Barrett: „Ich kann nicht das Gegenteil

amusio: „Für Euer neues Album seid Ihr jedoch nach L.A. gegangen. Wolltet Ihr für Eure Songs die kalifornische Sonne einfangen?“

Jim Barrett: „Ja, das gute Wetter hat uns sicher beflügelt, auch wenn wir im Studio saßen während draußen die Sonne schien. Aber wir wollten vor allem Abstand zur Heimat gewinnen. Zuvor haben wir in Oxford aufgenommen, doch das fühlte sich dann immer so normal an, machte kaum einen Unterscheid zum üblichen Alltag. Nach L.A. zu gehen, war für uns gleichbedeutend mit einem höheren Maß an Professionalität. Wir fühlten uns beinahe so wie Geschäftsleute, die einen Job zu erledigen haben. Allerdings ohne Stress, die Lockerheit haben wir uns bewahrt.“

amusio: „Und die Wahl von Dave Schiffman [Haim, Biffy Clyro] als Produzenten hat sich auch als die richtige erwiesen…“

Jim Barrett: „Absolut. Wir haben vor Jahren schon einmal zwei Songs mit ihm aufgenommen, jetzt wollten wir ihn für das gesamte Album, haben ihn bekommen und sind davon überzeugt, dass wir keine bessere Wahl hätten treffen können. Es war unser großes Glück, dass er gerade nicht ausgebucht war.“

amusio: „Und jetzt habt ihr mit House allen Grund zum Feiern. Für Eure Release-Party habt Ihr Schampus und Schnittchen für alle in Aussicht gestellt. Ihr teilt Eure Freude wohl gerne?“

Jim Barrett: „Ja, es ist ein Geben und Nehmen. Und es gehört zu unserem Selbstverständnis, dass wir den Spaß mit unseren Fans und Freunden teilen, denn nur so kann sich der Spaß potenzieren, auch und vor allem der Spaß an der Musik. Live zu spielen ist für mich und die Band eine immer willkommene Gelegenheit, Party machen zu können, und das sicher nicht nur backstage.“

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