Klänge der Fauna (1)

Neue Gesänge der Buckelwale

Die gebürtige Mexikanerin und in Wien ansässige Komponistin/Sound Designerin Angelicá Castelló legt mit Sonic Blue (Interstellar Records) ein gleichermaßen das Unterbewusstsein ansprechendes wie im Sinne der Ökologie alarmierendes Album vor, dass auf Basis von Unterwasseraufnahmen tief in die (nicht nur) von akustischer Umweltverschmutzung bedrohte Welt der Meeresbewohner dringt. Eine mit dem österreichischen Outstanding Artist Award ausgezeichnete Auftragsarbeit für das ORF (Musikprotokoll im steirischen Herbst/European & International Cities of Advanced Sound), die nun auf Vinyl sowie als Download zum wiederholten Eintauchen einlädt.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Angelicá Castelló: "Sonic Blue" (Interstellar Records)

Angelicá Castelló: „Sonic Blue“ (Interstellar Records)

Vor rund einem Vierteljahrhundert avancierten die Gesänge der Buckelwale (Zweitausenseins) zum Klassenschlager der Field Recordings. Seitdem wurden die Verlautbarungen der Meeressäuger immer wieder gerne – und geradezu zu Tode – gesampelt, um das populäre Bedürfnis nach Wal-Kitsch zu befrieden. Natürlich gehörte es dabei zum guten Brustton der political correctness, den Walfang, zu welchem Zwecke auch immer, zu verteufeln. Schließlich wollte man die Viecher ja auch mal selbst auf offener See erleben…

Erst nach und nach setzt sich die Kenntnis davon durch, dass nicht allein die japanische Delikatessenküche die Wale bedroht, sondern dass sich ihr gesamter Lebensraum einer voranschreitenden akustischen Belastung ausgesetzt sieht, deren Folgen zwar noch nicht absehbar sind, jedoch von Meeresbiologen mit Besorgnis registriert werden.

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