Sachal macht's entspannt

Souljazzpop am Nachmittag

Mit makellosem Soulpop schickt sich der US-amerikanische Singer/Songwriter Sachal (Vasandari) an, das alte Europa zu erobern, wenngleich er hierzulande bereits das ein oder andere Konzert gegeben hat. Sein am Freitag erscheinendes Album Slow Motion Miracles (Okeh/Sony Music) überzeugt mit einem sparsam orchestrierten und von zuversichtlicher Melancholie getragenen Liedgut, das durchaus das Zeug dazu hat, einen entspannten Nachmittag genussvoll zu gestalten.

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sachal: "Slow Motion Miracles" (OKeh/Sony Music)

sachal: „Slow Motion Miracles“ (OKeh/Sony Music)

Trotz einer Vielzahl von Einflüssen, die von Lounge-Jazz über Latin-Flair bis Indie-Pop reichen, zeichnet Slow Motion Miracles eine durchgängige Homogenität aus, die dazu einlädt, die fein gestreuten Details zu entdecken. Das Album verfügt über einen unaufdringlichen Flow, der ab und an Momente der Ernüchterung mit einem versöhnlichen Achselzucken kontert (Can’t Talk), wodurch die grundsätzlich harmlose Leichtigkeit beibehalten wird uns nicht einen Moment lang zu kippen droht.

Zwei bemerkenswerte Coverversionen runden das gefällige Bukett ab: Afternoon Sun aus der Feder des brasilianischen Mainstream-Asses Flávio Venturini sowie Neither One Of Us, das so manch einer noch in der Interpretation von Gladys Knight and the Pips im Ohr haben dürfte. Wenn das alles natürlich auch aalglatt und streng konfektioniert seine Kreise zieht, so bleibt letztlich der Nachhall eines Albums, das seine unanfechtbaren Qualitäten nicht nur besitzt, sondern auch auszuspielen versteht, zukünftiger Stardom nicht ausgeschlossen.

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