Interview mit Dave Pen (Archive)

„Wir können alles, solange uns danach ist“

Zwei Stunden vor Beginn des in musikalischer und visueller Hinsicht in höchstem Maße beeindruckenden Auftritts der britischen Artrock-Band Archive im Kölner E-Werk, gewährt der umtriebige Sänger Dave Pen bester Laune eine Garderobenaudienz, die er zum Anlass nimmt, nachdrücklich das ausgezeichnete Kollektivklima zu betonen, dass ihn und seine Kollegen auf der Tour zum Album Restrictions begleitet.

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Bester Dinge: Dave Pen (Stephan Wolf)

Bester Dinge: Dave Pen (Stephan Wolf)

amusio: „Hi Dave, neben Deiner Tätigkeit mit Birdpen und Archive wirst Du Ende des Monats gemeinsam mit Robin Foster unter dem Namen We Are Bodies ein ausgesprochen gelungenes Album veröffentlichen. Wie gelingt es Dir, Dich zu fokussieren? Auf Archive, auf die Tour, den heutigen Abend?“

Dave Pen: „Es ist die Arbeitsweise, mit der wir bei Archive vorgehen, die es uns ermöglicht, immer aufmerksam und im positiven Sinne angespannt zu sein. Wir sind halt keine Band, die nach Schema F verfährt. Sondern eine hohe Kommunikationskultur beherzigt, die im ständigen Gedankenaustausch kreative Prozesse entstehen lässt, anstatt sie etwa durch vorgegebene Muster oder Vorgaben, etwa wann wer mit wem zu reden hat, zu hemmen. In dieser Atmosphäre, mit dieser Philosophie des Workflows, bleibe ich dauerhaft inspiriert, so dass auch für meine anderen Projekte noch genügend Entfaltungsmöglichkeiten bleiben, ohne dass dies auf Kosten von Archive gehen würde.“

amusio: „Bezieht sich dieses freie Flottieren von Ideen auch auf die Live-Präsentation?“

Dave Pen: „Absolut. Das visuelle Konzept haben wir gemeinsam erarbeitet, und dennoch diskutieren wir vor jedem Auftritt aufs Neue, wie wir die Dinge diesmal angehen wollen. Wir analysieren, werten aus und trauen uns auch zu, Modifikationen vorzunehmen und Absprachen darüber zu treffen, wo wir dabei ansetzen. Das hält uns frisch und sorgt dafür, dass wir uns nicht wiederholen oder gar einem Tour-Koller anheimfallen.“

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