Mätel Speschäl (1) – Schwabenthrash

Fateful Finality: Doppelt gebrannt knallt besser

Drei Jahre nach ihrem ordentlichen Debütalbum King Of Torture erwerben Fateful Finality, vier verschworene Kindergartenfreunde aus Weil der Stadt, mit Battery (ab Freitag auf Steamhammer/SPV) eine auflagenfreie Spielberechtigung für den internationalen Thrash-Wettbewerb. Die einwandfreie Auslese von elf Prachtstücken aus der von Machine Head bis Testament vorgeglühten Scharfschmiede verdankt sich nicht zuletzt einer zweifachen Vorselektion, die den Schluss nahelegt, dass Qualitätsmanagement im Hause Fateful Finality großgeschrieben wird.

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Fateful Finality: "Battery" (Steamhammer/SPV)

Fateful Finality: „Battery“ (Steamhammer/SPV)

Und so kommt es, wie es bei einem gerüttelt Maß an Talent, Traute und noch mehr Hingabe zwangsläufig kommen muss: Battery ist ein Ereignis, auf das nicht nur die hiesige Thrash-Gemeinde händeringend gewartet haben dürfte. Denn – wo es mittlerweile gang und gäbe geworden ist, aufgrund eines mehr oder weniger verantwortbaren Zwangs zum haltlosen Crossover die Grundfeste des Genres aufzuweichen, da schlagen Simon Schwarzer, Patrick Prochiner, Philipp Mürder und Mischa Wittek mit Wucht in die schmählich vernachlässigte Kerbe.

Dafür, dass die beherzt abgegebenen Schüsse ins Schwarze und eben nicht auf dem Scheiterhaufen vermeintlicher Vorgestrigkeit landen, sorgt vor allem das stringent ausformulierte Songmaterial. Zunächst regelkonform im Proberaum entwickelt, live eingespielt und anschließend einer gestrengen Analyse unterzogen, kennen die verbliebenen Tracks das Wort Ausschussware nur vom Hörensagen. Doppelt gebrannt knallt besser. Nimmt man die transparente, gelegentlich einen minimalen Tick zu entschieden auf cleane Zurückhaltung getrimmte Produktion (Eike Freese/Alexander Dietz) hinzu, so gerät die Wahl herausragender Titel (vulgo: Anspieltipps) zur süßen Qual.

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