Das soeben erschienene Zweitwerk Since (Paltunes/popup-records/Record Union) des Trios PAL aus Malmö gehört zu den besonders nachhaltigen Überraschungen des musikalischen Frühjahrs. Dicht, fragil, dezent vertrackt und eingängig zugleich entfaltet es eine entspannt-sentimentale Wirkung, die zwangsläufig Fragen nach ihrer Entstehung aufwirft, deren Beantwortung Albin Johansson zum Anlass nimmt, seinerseits die schwierige Frage nach der stilistischen Verortung seiner Band zu stellen.

Albin Johansson (Fredrik Karlsson/facebook.com/paltunes)
Albin Johansson – und Adam Hjertström (Fredrik Karlsson/facebook.com/paltunes)

amusio: „Hi Albin, bevor wir auf die wirklich wichtigen Dinge zu sprechen kommen, klär uns doch bitte mal auf: Was verbirgt sich hinter dem Bandnamen?“

Albin Johansson: „Als ich meine ersten Eigenkompositionen 2007 für das, aus dem sich später PAL entwickeln sollte, ins Netz stellte, wollte ich nicht meinen wahren Namen in diesem Zusammenhang preisgeben. So habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, eine Anrede aufzugreifen, die ein Freund mir gegenüber zu verwenden pflegte: ‚Pal-Al‘. Mittlerweile weiß ich, dass u. a. auch eine deutsche Industrial-Band gleichen Namens existiert, etwas, das die Suchmaschinen überhaupt nicht mögen. Aber ich habe mich an PAL gewöhnt und ich denke, dass die Gefahr einer Verwechslung nicht gegeben ist.“

amusio: „Zu dem Zeitpunkt Deiner ersten Gehversuche als PAL warst Du noch an einer Jazz-Akademie eingeschrieben. Was hat Dich dazu veranlasst, etwas anzugehen, das offenbar nicht allzu viele Überschneidungen mit Deinen Studieninhalten aufweist?“

Albin Johansson: „Ich war mein Studium in gewisser Weise satt. Ich benötigte einen Ausgleich zu das strengen Vorgaben technischer Einwandfreiheit. So habe ich genommen, was in meiner Studentenbude zur alternativen Klangerzeugung mehr oder weniger zufällig vorhanden war. Und das war nicht viel: Ein kleiner Analogsynthesizer, eine simple Drum Machine, dazu natürlich meine Gitarre und erstmals meine Stimme, was dann schon wieder eine ganze Menge war, um damit zu experimentieren.“

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