Mit einer Auswahl von Songs seiner ersten beiden Alben Rain Finally Came und Not Lost, der EP Pretty Girl sowie einer Weltpremiere (You Are The Revolution) befeuert der aus Dublin stammende Singer/Songwriter Eoin Glackin mit einem selbstbetitelten Album (ab Freitag via IRL/H’ART) seinen Einzug ins Relevant Set des deutschsprachigen Marktes. Sicher kein schlechter Zug, doch den wahren Durchsatz dürfte er erst anhand von verstärkter Live-Präsenz vor Ort erzielen. Ein Erfordernis, dem sich der strebsame Barde in Zukunft stärker zu widmen gelobt.

Eoin Glackin: "Eoin Glackin" (IRL/H'ART)
Eoin Glackin: „Eoin Glackin“ (IRL/H’ART)

Wollte man Eoin (sprich: Owen) Glackin extra-grob verorten, so bieten sich allergrößte Namen an: Bob Dylan auf der folkigen Ebene (mit unverkennbar irischem Touch) und Bruce Springsteen für den rockigen Part (zur Zeit begleitet er mit Freunden die Tour von The Darkness, ja die von genau denen…). Mit einen direkten Vergleich würde man ihm noch keinen Gefallen tun, schließlich befindet sich noch auf der Suche nach einer eindeutig selbstreferenziellen Identität. Eine Suche, die zu verfolgen sich schon zum jetzigen Zeitpunkt als ein lohnendes Unterfangen erweist.

Rain Finally Came und Morning Take Us Easy gehören dabei zu jenen Songs, die am ehesten die eigene Signatur verraten. Dazwischen erlaubt sich Eoin Glackin aber auch Anlehnungen an diverse Vorbilder, bei denen es nicht auf Anhieb gelingt, den wahren Urheber zu destillieren. Eoin Glackin ist nun einmal nicht mit Merkmalen gesegnet, die laut nach Aufmerksamkeit schreien. Doch seine bescheidene Art dürfte kein Hinderungsgrund sein, ihn fortan auf dem Radar zu haben.

Wer seine vorherigen Alben kennt, wird die Songauswahl auf der vorliegenden Lese nicht unbedingt nachvollziehen oder gutheißen, denn insbesondere das Debüt Rain Finally Came hinterlässt einen insgesamt aufgeweckteren, charakteristischeren Eindruck. Aber es darf wohl darauf vertraut werden, dass Eoin Glackin im Sinne des Nachweises seiner gegebenen Bandbreite zielorientiert entschieden hat, was sein „Deutschland-Album“ zu einer glaubwürdigen Visitenkarte macht.

08.05. Berlin (Madame Claude’s)
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