Die 4+1-Lösung: Apocalyptica (Harmageddon Records/OMN Label Services)
Die 4+1-Lösung: Apocalyptica (Harmageddon Records/OMN Label Services)

amusio: „Franky Perez erscheint in dieser Hinsicht als ideale Lösung: Erfahren, prägnant, aber ohne allzu geläufige Vita…“

Paavo Lötjönen: „Ja, er entsprach von Anfang an diesem Anforderungsprofil. Nach der ersten Runde unseres Castings waren zunächst noch fünf Kandidaten übriggeblieben, die wir mit einer balladesken Nummer konfrontierten. Der Song war ziemlich anspruchsvoll, doch spätestens da kristallisierte sich Franky klar heraus. In dieser Runde wussten wir: Das ist er! Wir haben ihn dann zwar noch einmal gegen einen Konkurrenten ansingen lassen, aber das galt eigentlich nur der finalen Überprüfung unserer Entscheidung für ihn.“

amusio: „Gehört er nun zur Band?“

Paavo Lötjönen: „Natürlich. Er hat das Album mit uns eingespielt, nun geht er mit uns auf Welttournee. Wir sind eine Einheit, darum heißt das Ganze ja auch nicht ‚Apocalyptica featuring Franky Perez‘. Das hätte ihn ja auch nur wieder zu stark betont. Aber er ist kein Mitglied von Apocalyptica, und das weiß er auch. Wir ziehen mit ihm Shadowmaker durch, doch was danach kommt, können wir noch nicht absehen. Vielleicht machen wir mit ihm weiter, vielleicht aber auch nicht. Das zu entscheiden, ist allein Sache von Eicca, Perttu, Mikko und mir. Ich denke, dies von Beginn an geklärt zu haben, trägt dazu bei, dass wir uns alle absolut auf Shadowmaker konzentrieren können. Erst auf das Album, jetzt auf die Tour. Und Franky ist einfach großartig, es ist eine Ehre, mit ihm auf Tour zu gehen.“

amusio: „Momentan ist ein Trend hin zum Konzeptalbum vernehmbar. Entspricht Shadowmaker diesem Trend?“

Paavo Lötjönen: „Nein, als Konzeptalbum würde ich Shadowmaker nicht bezeichnen. Uns geht es eher darum, mit jedem Track eine andere Facette des mit dem Titel symbolhaft Angedeuteten zu beschreiben. Das Album lebt inhaltlich von Gegensätzen, die auch das Artwork herausarbeitet: eine ausgesprochen helle Finsternis.“

amusio: „Es tauchen immer wieder Bands und Projekte auf, die in Eurem Fahrwasser Rockmusik auf Basis des Cellos machen, so zum Beispiel das kroatische Duo 2Cellos. Was hältst Du davon?“

Paavo Lötjönen: „Zu sehen, dass man so viele junge Künstler beeinflusst hat, ist eine ganz besondere Form der Bestätigung. Eine Ehre – und eine coole Sache sowieso. Schon vor zehn Jahren gab es jede Menge Cello-Rockbands, vor allem in den osteuropäischen Ländern. Ich gehe mal davon aus, dass auch die Jungs von 2Cello viel Apocalyptica gehört haben. Solange sie niemand mit dem Original verwechselt, haben sie meinen nachdrücklichen Segen.“

Apocalyptica live

01.10. Hannover (Capitol)
02.10. Hamburg (Docks)
03.10. Bielefeld (Ringlokschuppen)
04.10. Frankfurt/Main (Batschkapp)
05.10. Berlin (Columbiahalle)
09.10. Dresden (Alter Schlachthof)
12.10. Wien (Gasometer)
20.10. Filderstadt (Filharmonie)
21.10. Köln (E-Werk)
25.10. Luxemburg (Den Atelier)
27.10. München (Tonhalle)

Cold Blood:
youtube.com/watch?v=g3CylcAJo9A

apocalyptica.com
facebook.com/apocalyptica

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