Desolation Sounds Marke Gallows

Alles richtig & gewichtig

Es freut den Rezensenten: Desolation Sounds (Venn/PIAS/Rough Trade), das soeben erschienene vierte Album der vorgeblichen Punkrocker Gallows aus Herfordshire, bringt alles mit, um besten Gewissens kurzen Prozess mit ihm machen zu können. Kerzengerade aufrichtig und ökonomisch exakt aufgelegt, bedarf es weder der minutiösen Analyse, noch palavernder Überzeugungsarbeit, um kurz und knapp zu urteilen: alles gelungen, setzen 1.

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Gallows: "Desolation Sounds" (Venn/PIAS/Rough Trade)

Gallows: „Desolation Sounds“ (Venn/PIAS/Rough Trade)

„Es ist die Platte“, bemerkt Gitarrist Laurent Barnard, „von der ich immer geträumt habe, sie zu machen.“ Und wie er sie sich erträumt hat, präzisiert er im selben Atemzug. „Dieses Album klingt absolut angstfrei. Es ist der Sound einer Band, die sich an ihrem Zusammenspiel erfreut, ohne Rücksicht auf eine bestimmten Szene, irgendeinen Zeitgeist oder auf vorgefasste Meinungen zu nehmen, wie wir zu klingen haben.“ Oder auf gut Englisch: „We just ignored the outside music world and made an album that felt good in our guts“.

Die Fixierung auf sich selbst trägt ausgereift schwere Früchte. Beinahe ist man versucht, den Gallows das Etikett des Punkrock madig machen zu wollen. Denn Desolation Sounds ist metallisch schimmernd, Stonercore antizipierend und eindeutig zu nahrhaft, um mit leichtgewichtigem Geschrammel auf eine Stufe gestellt zu werden. Aber – was ficht das Gelaber der Anderen die Band an? Genau!

gallows.co.uk
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