Interview mit Dry The River

„Wir haben eben noch Pantera gehört“

Ein gutes halbes Jahr nach seiner Veröffentlichung stellen Dry The River ihr zweites Album Alarms In The Heart endlich auch auf deutschen Bühnen vor, ohne dabei den Rückgriff auf ihren Sensationserstling Shallow Bed zu scheuen. Anlässlich ihres Gastspiels im Kölner Luxor nahmen Gitarrist und Sänger Pete Liddle und Bassist Scott Miller die Gelegenheit wahr, ihrer Zufriedenheit über den Verlauf ihrer Tour und die stets weitere Kreise ziehenden Wahrnehmung von Dry The River Ausdruck zu verleihen.

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Pete Liddle (Stephan Wolf)

Pete Liddle (Stephan Wolf)

amusio: „Mit sechs Monaten Verspätung ein Album vorzustellen, ist angesichts der heutigen Gepflogenheiten des Marktes ungewöhnlich. Wie kam es zu dieser Verzögerung?“

Pete Liddle: „Da wir für Alarms In The Heart deutlich länger gebraucht haben, als dies ursprünglich vorgesehen war, kam der gesamte Zeitplan durcheinander. Wir sind dann erst einmal in den USA und in UK auf Tour gegangen und haben eine Reihe Festivals gespielt. So hätte es für uns in Kontinentaleuropa nur noch Slots im tiefsten Winter gegeben, da haben wir es vorgezogen, das Frühjahr abzuwarten…“

Scott Miller: „Aber das ändert nichts daran, dass wir diese Tour in den Dienst unseres aktuellen Albums stellen. Zu sehen, wie unsere nach wie vor neuen Songs bei einem Publikum ankommen, das sie zum ersten Mal live hört, vielleicht sogar zum allerersten Mal vernimmt, ist für uns gleichermaßen aufregend wie angenehm.“

amusio: „Tendiert Ihr dazu, Euer Material möglichst originalgetreu zu reproduzieren? Oder gebt Ihr dem Reiz der Variation nach? Interpretiert Ihr Eure Songs als abgeschlossene Entitäten – oder entwickeln sie live ein Eigenleben?“

Scott Miller: „Wir sind für die Interaktion mit dem Publikum sensibilisiert. Die Stimmung im Publikum beeinflusst bis zu einem gewissen Grad auch die Intonation unserer Songs. So spielen wir live tendenziell stärker die Kontraste aus, die in unserer Musik angelegt sind. Unsere Songs gelten zurecht als emotional sehr intensiv veranlagt. Intensiv aber offen für eigene Interpretationen. Live können wir unser emotionales Ausdrucksvermögen spontan variieren und im Einklang mit dem Feedback des Publikums freizügige Nuancen einflechten, was dazu führt, dass wir unsere eigenen Songs immer wieder neu erleben.“

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