Interview mit Dry The River

„Wir haben eben noch Pantera gehört“

Pete Liddle & Scott Miller (Stephan Wolf)

Pete Liddle & Scott Miller avant stange (Stephan Wolf)

amusio: „Schreibt Ihr während der Tour an neuem Material?“

Pete Liddle: „Genau das tun wir nicht, darum sind wir auch ein Alptraum für unser Label. Aber dort weiß man, dass wir etwas länger brauchen, um neue Songs präsentieren zu können. Und ich denke, wir genießen mittlerweile einen Vertrauensvorschub.“

Scott Miller: „Wir sind jetzt auf einer Tour mit über 70 Konzerten. Wir gehen völlig darin auf, geben uns jedem einzelnen Tag hin. Wir leben im Hier und Jetzt, da bleibt kaum Zeit, um sich Gedanken darum zu machen, was danach kommt. Ich weiß, dass viele Bands in dieser Hinsicht vielleicht disziplinierter sind und auf Tour jene neuen Songs schreiben, mit denen sie anschließend ins Studio gehen. Wir aber bleiben gelassen und genießen jeden Moment. Wollten wir etwas erzwingen, würde das sowieso nicht funktionieren, ein beruhigender Gedanke (lacht).“

amusio: „Draußen scheint die Frühlingssonne, ihr bekennt Euch zu einer hohen Festival-Affinität. Ist es dennoch OK für Euch, heute in einem Club zu spielen?“

Pete Liddle: „Ist es für Open Air Festivals nicht noch etwas zu kühl? Aber davon abgesehen, wissen wir die jeweiligen Vorteile von Festival- und Clubshows gleichermaßen zu schätzen.“

Scott Miller: „Festivals leben von der Atmosphäre an sich, die einzelnen Gigs stehen dabei nicht immer im Mittelpunkt. Die generelle Stimmung nimmt gegenüber den einzelnen Bands einen höheren Stellenwert ein. Ein Club-Gig ist da vergleichsweise eine wesentlich intensivere Angelegenheit. Das Feedback ist persönlicher, oft individuell. So versuche ich von der Bühne aus einen Kontakt zu einzelnen Besuchern aufzubauen. Ich bin immer neugierig zu erfahren, was unsere Songs beim Hörer auslösen. Das geht naturgemäß im Club zumeist besser als von einer Festival-Bühne aus. Aber ich möchte beides nicht missen.“

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