Am Vorgänger The Dreamer’s Hideaway wurde sich so manch Zahn ausgebissen, gab es dort unter einer verlockenden Oberfläche doch jede Menge unnachgiebig harter Nüsse zu knacken. Der Neuling Here Comes The Sun (ab Freitag, Pelagic Records/Cargo) dürfte dagegen im Hause Corega Tabs keine Stürme der Begeisterung entfachen. Stattdessen jedoch dort, wo eine durchweg problemlose Nachvollziehbarkeit geschätzt wird, die ohne bemühte Tricksereien auskommt, um intensive Emotionalität zu erschaffen und konsequent durchzuhalten.

Klone: "Here Comes The Sun" (Pelagic Records/Cargo)
Klone: „Here Comes The Sun“ (Pelagic Records/Cargo)

Zum zwanzigsten Bandjubiläum gönnt sich das Sextett aus Poitiers seine bis dato reifste Leistung. Ohne der Versuchung zu unterliegen, in Mucker-Manier der selbstzweckhaften Komplexität auf den Leim zu gehen, exemplifizieren Klone eine über weite Strecken ergreifend schlüssige Versuchsanordnung mit eingestandenermaßen vorab verabredeten Ergebnissen.

Was als berechenbar aufgefasst werden könnte, erschließt seine wahre Größe und Bedeutsamkeit in der ausgewiesen ureigenen Manier, zwischen sämtlichen angesagten Spielarten zeitgemäßer Rockmusik die eigene Note zu wahren und vehement gegenüber jenen Strömungen zu verteidigen, die in der Vergangenheit damit drohten, die Identität der Band zu vereinnahmen.

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