Mertin & Liebezeit auf Staubgold

Orientalische Spacedisco

Der Multi-Perkussionist Holger Mertin hat sich mit dem notorischen Stoiker Jaki Liebezeit zusammengetan, um auf Aksak (ab Freitag via Staubgold/Indigo) scheinbare Gegenläufigkeiten aufzuheben. So auch der ottomanische Einschlag des titelgebenden additiven Rhythmus-Systems die Klangfarben und Assoziationsmomente über weite Strecken dominiert, gewähren sie sich und ihren Gästen ein angemessen hohes Maß an Freispiel und Laune.

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Jaki Liebezeit & Holger Mertin: "Akşak" (Staubgold/Indigo)

Jaki Liebezeit & Holger Mertin: „Akşak“ (Staubgold/Indigo)

Auch soll die Tanzbarkeit eine maßgebliche Rolle bei der effektiven Ausrichtung der 2012 entstandenen Aufnahmen gespielt haben. „That’s how modernity sounds (and swings)“, postuliert der Beizettel, Tracks namens Spacedisco unterstreichen diesen Aspekt.

Aksak wird jedoch vermutlich weniger die Dancefloors erschüttern, als vielmehr das Herz derjenigen Hörer höher schlagen lassen, deren Geschmack auf eine breit angelegte Palette perkussiver Klangerzeuger geeicht ist.

Holger Mertin schöpft also aus dem Schatz seines analytisch erfassten Instrumentariums, während ergänzende Extravaganzen für die auffälligen Momente sorgen: So gibt es ein atmosphärisches Wiederhören mit Harald „Sack“ Zieglers Flügelhorn (Stückflügel) oder eine erregende Begegnung mit den marokkanischen Ghita (Tim Elzer) und Zamar (Andreas Oskar Hirsch) im entwaffnend entwaffneten Post-Industrial-Kontext (Yallametal) – zwei herausragende Titel einer zum Glück nicht durchgängig auf Griffigkeit getrimmten Platte.

staubgold.de
dense.de

 


 

 

 

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