Hang Em High

BBQ Jazz Massacre

Das hat Saft und Kraft – so ausgelutscht dieser Lieblingsreim von Metzgermeister Milz auch klingen mag: Das polnisch-schweizerisch-österreichische XXX-Jazz-Trio Hang Em High klingt wie ein hart entschlossen abgegrilltes Stück Zuchtbulle zu schmecken hat. Und die passenden Absacker bringen Bond (Bässe & Electronics), Lucien Dubuis (Sax, Klarinetten) und Alfred Vogel („Drums, Pots & Pans, Junk Percussion“) gleich mit: Beef & Bottle (ab Freitag via Gig Ant/Cargo).

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Hang Em High: "Beef & Bottle" (Gig Ant/Cargo)

Hang Em High: „Beef & Bottle“ (Gig Ant/Cargo)

Fasern und Sehnen, Feuer und Rauch ergeben eine delikate Muskelmasse, die nach Herzenslust auf die Geschmacksnerven geht. Puristen und andere Veganer wenden sich empört ab, wenn Hang Em High mit grindiger Improvisationsmimikry und sardonischer Experimentierlust die Beherrschung verlieren, mit fiebrigen Einschüben den Hypothalamus punktieren und selbst gegenüber kaputtem Proto-Sludge keine Vorbehalte kennen.

Was die drei Schwerenöter und Schwerbrettbohrer sich da auf ihrem Zweitwerk so zusammenreimen, hat soviel Schmiss parat und Schenkelklopfer-Qualität intus, dass es eine Art hat, wie es sie – trotz des totalen Crossovers und der schleichenden Überwindung sämtlicher Genregrenzen – noch nie (oder zumindest noch viel zu selten) gegeben hat. Und das ist keineswegs zu hoch gehängt. Wort.

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