1986 (whileangelswatch.net)
1986 (whileangelswatch.net)

Und doch weckt das (laut der lebhaften Facebook-Konversation aus dem deutschsprachigen Raum stammende) Spaßprojekt jede Menge Neugierde. Die Travestie der Parodie einer originär ironischen Brechung? Sich oder sich selbst lächerlich machen – über oder anhand des in Szenekreisen sattsam Bekannten? Oder nur ein Heiden-Spaß? So naheliegend und vorverbraucht die Idee auch scheinen mag, so schwer wird es fallen, der Verlockung zu widerstehen, Death In Rome (eine personelle Überschneidung mit dem Personal der luxemburgischen Band Rome wird dementiert) bei ihrer Live-Premiere beiwohnen zu wollen. Wenn schon so vieles auf dem WGT mit Spannung erwartet wird, so muss dies für DIR tatsächlich in besonderem Maße gelten.

Wer hingegen seinen Neo-Folk frei von Klamauk und ihn stattdessen lieber mit der eingestandenermaßen geschmacksverstärkenden Fama früherer Großtaten versehen genießen will, der kommt an dem Konzert der Briten While Angels Watch nicht vorbei. Bandgründer DeV kann auf eine annähernd dreißigjährige Geschichte zurückblicken, die neben Genre-Meisterwerken wie Dark Age (2002) gleichermaßen herausragende Kollaborationen, u. a. mit Oda Relicta oder 6Comm (eine weitere Verbindung zu DIJ…) hervorgebracht hat. Nicht mehr und nicht weniger als ein Manifest des akustisch rauen Neo-Folk steht zu erwarten, wenn diese Überlebende und Verfechter einer einzigartigen Blütezeit an das erinnern werden, wofür die von ihnen mit fundamentierte Musikgattung steht: die Besinnung aufs unmodisch Wesentliche – im Zuge der Anrufung klanglicher Magie.

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