Interview mit Elmar Herrmann (Teil 1)

Größer, schöner, schwärzer: XI. Amphi Festival

Als im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass das Amphi Festival zu Köln sein liebgewonnenes Tanzbrunnen-Gelände im Rheinpark verlassen würde, um im benachbarten Event-Areal der Lanxess-Arena seine Fortsetzung zu nehmen, überwog in weiten Szenekreisen die Skepsis. Inzwischen sieht alles danach aus, als ob die neue Location am 25. und 26. Juli die Tradition in eine neue Dimension überführen – und übertreffen – wird. Natürlich mit einer ganzen Reihe von neuen Annehmlichkeiten, die sicherlich den Nerv der Besucher treffen werden. Amphi-Pressesprecher Elmar Herrmann kommentiert in einem ausführlichen Interview sämtliche Aspekte des runderneuerten Festivals. Im ersten Teil geht es dabei vornehmlich um organisatorische Belange, in der Fortsetzung wird das hochkarätige Line-up unter die Lupe genommen.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

(amphi-festival.de)

(amphi-festival.de)

amusio: „Mit dem Umzug in den Eventpark galt es, von dem Gewohnten Abschied zu nehmen. Als Veranstalter habt Ihr bereits frühzeitig die Vorzüge der neuen Location kommuniziert. Lässt sich etwa anhand der Vorverkaufszahlen bereits absehen, ob die neue Umgebung vom Gros der Festivalbesucher angenommen wird?“

Elmar Herrmann: „Nach der Ankündigung des neuen Geländes, die für viele sicher überraschend kam, stellte sich sehr schnell eine Stimmung der Neugierde ein, die bis heute anhält. Der Vorverkauf läuft konstant und sehr gut. Es sieht danach aus, dass wir bald unseren Claim für 2015, „Amphi zieht um, wir ziehen mit“ umdichten können in „Amphi zieht um – alle ziehen mit“! Dank der tollen Bands und unserem treuen Festivalpublikum sind wir sicher, dass sich die hervorragende Stimmung der vergangenen Jahre rasch auf das neue Gelände überträgt und das Amphi Festival gestärkt in die Zukunft geht.“

amusio: „Hat sich mit dem Eventpark auch die Kapazität vergrößert? Andersherum gefragt: Wäre das Amphi im Rheinpark weiterhin an seine Grenzen gestoßen? Entsprecht ihr mit dem Umzug letztlich nicht doch dem Wunsch der Besucher nach noch mehr Komfort und Angebot?“

Elmar Herrmann: „Grenzen und Komfort sind gute Stichworte. Es waren die Amphi-Besucher selbst, die zuletzt immer häufiger den Wunsch nach Veränderung äußerten. Die Getränkepreise im Tanzbrunnen waren seit 2006 jedes Jahr ein massiver Kritikpunkt, ebenso wie die Akustik, das Klima und die Atmosphäre des Staatenhauses oder nicht genügend Sitzplätze an der Hauptbühne. Ein Teil der Besucher klagte auch über Einlassstopps im Theater sowie den Platz auf dem Festivalgelände selbst, das zuletzt nicht nur hinsichtlich seiner Kapazität sondern auch inhaltlich restlos ausgeschöpft war.“

In memoriam: Amphi am Tanzbrunnen (Stephan Wolf)

In memoriam: Amphi am Tanzbrunnen (Stephan Wolf)

amusio: „Zumal das Staatenhaus aus baulichen Gründen ohnehin nicht mehr zur Verfügung gestanden hätte…“

Elmar Herrmann: „Richtig, ein großer Teil des Festivals drohte somit ganz weg- bzw. auf den Stand von 2008 zurückzufallen, als das Amphi Festival mit über 12.000 Besuchern im Tanzbrunnen schon einmal die Kapazitätsgrenze erreichte – mit allen Nebenwirkungen die das mit sich bringt. Anstatt ein inhaltlich eingedampftes Amphi Festival an alter Wirkungsstätte zu veranstalten und damit einige längst vergessen geglaubte Kritikpunkte erneut heraufzubeschwören, haben wir uns für den harten Schnitt entschieden: einen Umzug!“

amusio: „In das räumliche naheliegende, aber doch als fremd empfundene Areal der Lanxess Arena…“

Elmar Herrmann: „Der Amphi Eventpark besteht aus einem großen Außengelände, samt Festwiese, der Lanxess Arena mit der Hauptbühne und der Magistrale des Kölner Stadthauses. Hier kommt also der Komfort ins Spiel. Draußen wie drinnen ist schon das schiere Platzangebot gewaltig. Allein das Flanieren und Verweilen auf dem Gelände wird sich 2015 bereits um ein Vielfaches entspannter anfühlen als bisher. Das Festival wird dabei weiterhin einen sehr familiären Charakter haben, jedoch nicht mehr so überlaufen wirken wie zuletzt. Es gibt haufenweise Sitzgelegenheiten, mehr Gastronomie, die Arena ist bei heißem Sommerwetter angenehm klimatisiert, bei Regen überdacht, usw. Das alles ist wohlüberlegt und führt, wenn man die bisherigen Amphi Locations betrachtet, die Stärken des Festivals auf das nächste Level.“

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