Tone Fish - in Hamelner Tradition

Herzensangelegenheit Rat City Folk

Auf dem astrein selbstproduzierten Debütalbum On the Hook (ab Freitag auf Timezone/Timezone Distribution) zelebriert Bandgründer Stefan Gliwitzki einen wahr gewordenen Traum von entspannt zupackendem Folk neuer Prägung mit anglo-irischem Einschlag und der Chuzpe, gemeinhin bekannte Songs derart harmonisch mit den Eigenkompositionen zu verweben, dass der Flow des musikalischen Balsams keinerlei Schaden nimmt. Von Tone Fish lässt man sich liebend gerne an den Haken nehmen…

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Tone Fish: "Off The Hook" (Timezone)

Tone Fish: „Off The Hook“ (Timezone)

Oder man folgt ihnen, wie einst die Kinder ihrer Heimatstadt einem um seinen Lohn betrogenen Kammer- und Flurjäger. Denn wenn die Perkussion die Besen gefühlvoll kreisen lässt, die Flötentöne sofort eine heimelige Wirkung entfalten und der zweistimmige Gesang (Michaela Jeretzky, der „Chef“ persönlich) die von Cajon, Akkordeon und Gitarre instrumental erzeugte Stimmung weiter vertieft, dürfte auch der letzte Widerstand gegenüber dem Rat City Folk der vier Niedersachsen gebrochen sein.

Tone Fish erweisen sich als perfekte Verführer. Selbst ein anderswo längst platt genudeltes Englishman In New York fügt sich diesem Reigen, der bei aller unaufgeregten Spiellaune ungemein dazu anregt, sich einfach mal gehen zu lassen. Oder sich erst einmal fallen und dann tragen zu lassen – von einer Scheibe, die bei aller gebotenen Güte der Arrangements genügend Atem hat, um die volle Laufzeit einer knappen Stunde mit dem Genuss einer Spontaneität zu füllen, die unverkennbar von Herzen kommt.

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