Madisen Ward & The Mama Bear

Family Roots & Business

Wenn Mutter Ruth und Sohn Madisen in den Cafés ihrer Heimatstadt Kansas aufspielen, wird der Verzehr zur Nebensache. Und dies nun auch außerhalb der Metropole des Mittleren Westens. Denn das Album Skeleton Crew (ab Freitag, Caroline/Universal) hat eingefangen, womit das familiär geführte Roots und Folk-Duo Madisen Ward & The Mama Bear das Interesse seines heimischen Publikums zu fesseln versteht: mit eindringlichen Stimmen, ergreifenden Geschichten und zwei wohltemperierten Gitarren.

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Madisen Ward & The Mama Bear: "Skeleton Crew" (Glassnote/Caroline/Universal)

Madisen Ward & The Mama Bear: „Skeleton Crew“ (Glassnote/Caroline/Universal)

Ausschließlich dabei belassen haben es die Beiden bei der Produktion ihres Albums freilich nicht. Doch die von Jim Abbiss (u. a. bekannt von seiner Arbeit für Adele und Arctic Monkeys) mit zu verantwortende Ausweitung des Klangbilds (meist dezent, selten so voluminös wie bei dem Siebenminüter Fight On) nimmt dem eigentümlichen Spirit von Mutter und Sohn nichts von seiner bodenständigen Authentizität.

Allerdings verwundert dies kaum, so man sich die Geschichte der beiden Vollblutmusiker vor Augen führt. Von klein auf begleitet Madisen seine Mutter auf ihren Gastspielen in den einschlägigen Kaffeehäusern. Dort interpretiert sie gängige Folk-Standards, was den kreativen Filius dazu animiert, sich selbst dem Songwriting zu widmen. So drängen nach und nach immer mehr Eigenkompositionen in ein Set, das inzwischen von Mutter und Sohn gemeinsam bestritten wird. Lange Zeit eine lokale Attraktion, ging es im vergangenen Jahr aufs Americana Festival nach Nashville, von dort ins Vorprogramm von B.B. King.

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