Abschied in Berlin und Köln

The Neon Judgement – Time Capsule

Mit The Neon Judgement hat eine der profiliertesten Bands der ur-belgischen EBM beschlossen, sich selbst zu den Akten zu legen. Doch kein Ende ohne würdigen Abschluss: TB Frank und Dirk Da Davo ziehen ihre finale Bilanz nicht – aber beinahe – zuletzt anhand von zwei exklusiven Club-Gigs in Deutschland. Anschließend wird es nur noch einen allerletzten Termin in Brüssel geben. Und das soll es dann gewesen sein? Leider ja. Also – nichts wie hin…

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

A Man Ain't No Man When He Ain't Got No Horse, Man (SPV)

A Man Ain’t No Man When He Ain’t Got No Horse, Man (SPV)

1987: Mit A Man Ain’t No Man When He Ain’t Got No Horse, Man veröffentlicht The Neon Judgement eine 12“, die zu dem Besten zählt, was der belgische Underground in den mittleren bis späten achtziger Jahren auf 45 Umdrehungen gebracht hat. Die simpel geniale Hymne Chinese Black, der Industrial-Kracher I’m Half, das fast schon absurd druckvolle Kid Shyleen und das (mit schönen Grüßen an Lee Marvin) zukünftige Western-Avancen der Band vorwegnehmende Wand’rin‘ Star – in einer Zeit, in der es von herausragenden 12“-Veröffentlichungen nur so wimmelte, lancierten The Neon Judgement The Neon Judement einen Geniestreich für die Ewigkeit.

Bereits ein Jahr zuvor festigten sie mit dem Longplayer Mafu Cage ihre Sonderstellung unter den herausragenden Acts der belgischen Electro-Offensive. Während Front 242 eine paramilitärische Postmoderne, Klinik nekrophile Zerfallsstudien oder à; grumh… anarchische Kuriositäten auffuhren, bekannte sich das Duo aus dem flandrischen Leuven zum prominenten Einsatz der Stromgitarre – und somit zu einem vergleichsweise variablen und offenen Stil, der auch thematische Festlegungen nicht duldete (wenn man einmal von dem Nachfolger Horny As Hell absieht, dessen Titel alles sagt).

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!