The Morning After, die 2.

Faszinosum Song

Mit Unfolding The Days (ab morgen, Timezone/Timezone Distribution) lancieren die primär von Berlin aus agierenden Indie-Folk-Rocker The Morning After den Nachfolger ihres vielbeachteten Debüts I Said Something, You Said Something. Im direkten Vergleich wird sehr schnell und umfassend deutlich, dass Hannes, Timo, Smo und Nils vor allem in Sachen Songwriting und Produktionstransparenz gehörig nachgelegt haben. Auch darum empfiehlt sich Unfolding The Days speziell denjenigen, denen diese betont eigenständig agierende Band bisher entgangen ist.

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The Morning After: "Unfolding The Days" (Timezone/Timezone Distribution)

The Morning After: „Unfolding The Days“ (Timezone/Timezone Distribution)

Wem sie bereits bekannt sind, der wird sicher blind zu dem neuen Album greifen. Da gibt es sicher kein Vertun. Denn – es gibt sicher auch kaum Alternativen zu dem Sound, den der Vierer fährt. Zumindest nicht, wenn man das zweifelhafte Unterfangen einstellt, die unzähligen potenziell gangbaren Vergleiche ins Spiel zu führen. Vor lauter Referenz-Droppin‘ liefe man letztlich doch nur Gefahr, das Eigenartige von The Morning After zu verkennen.

Beginnt das Album noch ziemlich (also: zu) verhalten (Shorelines), zieht die Auskopplung Head/Heart schon direkt im Anschluss andere, ja geradezu energische Saiten auf. Und dieser Zug zu festem Stand und selbstbewusst aufrechtem Gang wird fortan auch beibehalten. Zwar überwiegt die Leichtigkeit, mit der The Morning After voranschreiten, doch immer wieder durchschimmernd dräuende Untertöne erzeugen eine anregende Mehrdimensionalität.

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